Reisetagebuch

Norbert Braumüller aus Wolkenstein ist mit dem Interrailpass einen Monat in Europa unterwegs. Hier berichtet er von dem Reiseabenteuer auf Schienen:

Ich war zu Fuß (und auch mit ÖPNV) in Stockholm unterwegs, dass ich viel zu spät im Hostel ankam. Dann wollte ich noch auf den Schiffsteil umziehen. Im Andenken an mein Vierteljahr auf der Gorch Fock vor 46 Jahren (Mensch, ist das lange her). Aus dieser sentimentalen Anwandlung hier das Foto, das unbedingt dazugehört.

Stockholm ist eine Reise wert. Die Atmosphäre, die Kulisse, die vielen Museen. Ich habe mir von einem Mitglied der königlichen Familie das Schloss angesehen, das er für seine Kunst und seine Kunstsammlung gebaut hat. Das Abba-Museum war mir zu teuer. Aber ich war damals kein Abba-Fan.

(Nächste Station ist Helsinki - d. Red.) Interessant war dort, dass Finnland erst unter den russischen Zaren eine Autonomie erwarb (ab 1809). Der Zar als finnischer Großfürst schenkte Helsinki die prächtige lutherische Kirche, in der ich neben Luther, auch Melanchthon und hervorgehoben Mikael Agricola, den finnischen Reformator entdeckte. Ob er mit unserem Chemnitzer Georgius Agricola verwandt ist, weiß ich nicht. Aber der hatte ja seinen deutschen Namen (Georg Bauer) nur lateinisiert.

Von Helsinki ging es weiter nach Tallinn. Die Altstadt ist Weltkulturerbe und voll von Touristen. Das Geld wurde in die Außenbezirke gesteckt: Wohnhäuser, Einkaufszentren, Infrastruktur. Das Hostel befindet sich auch in einem denkmalgeschützten Haus in der Innenstadt. Morgen ist alles ungewiss. Der Bus zu 5 Euro nach Riga (vier Stunden) ließ sich im Internet nicht buchen.

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