Rettungsweg soll gebaut werden

Das Ehrenfriedersdorfer Haus des Gastes in der Max-Wenzel-Straße soll umgebaut werden. Dabei soll das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden werden.

Ehrenfriedersdorf.

Das Haus des Gastes in Ehrenfriedersdorf soll umgebaut werden. Anlass ist unter anderem, dass in dem Gebäude ein zweiter Rettungsweg fehlt. Die Bergstadt will diesen eher funktionalen Anlass aber auch nutzen, um die Struktur des Gebäudes zu verändern und für mehr Barrierefreiheit zu sorgen.

Nachdem in einer ersten Konzeption zwei Varianten zur Wahl standen, haben sich die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung in Absprache mit den Nutzern des Gebäudes für folgende Variante entschieden: Entstehen soll eine Dachterrasse, über die auch der zweite Rettungsweg führt. Außerdem ist geplant, dass die Bibliothek, die sich aktuell im Obergeschoss befindet, in das Erdgeschoss umzieht. So sei die Einrichtung besser für die Bürger erreichbar. Die neue Terrasse soll direkt am Veranstaltungsraum entstehen, sodass sie auch dafür genutzt werden kann, erklärte Bauamtschefin Iris Schmidt.

Komplette Barrierefreiheit werde nicht erreicht, so Bürgermeisterin Silke Franzl. Das sei nur mit dem Einbau eines Fahrstuhls möglich. Die Kosten dafür würden das Budget allerdings übersteigen. Alternativ werde aber die Installation eines Treppenlifts in Betracht gezogen. Außerdem sollen die Treppen am Eingang "entschärft" werden.

Stadtrat Hartmut Decker sensibilisierte vorab, dass während der Bauphase Ausweichquartiere zum Beispiel für die Schnitzer und die Bibliothek zur Verfügung gestellt werden sollten. Außerdem müsse die fachgerechte Aufbewahrung der Exponate sichergestellt werden.

Wann die Bauarbeiten beginnen können, steht noch nicht fest. Silke Franzl erklärte, dass man noch ganz am Anfang stehe. Um aber Fördermittel generieren zu können, werde eine konkrete Planung benötigt. Diese soll nun erfolgen. Die Kosten belaufen sich auf rund 50.000 Euro.

Das Haus des Gastes befindet sich im Fördergebiet "Lebendiger Stadtkern". Um für den geplanten Umbau Mittel aus dem Städtebauprogramm von Bund und Land nutzen zu können, hatte die Bergstadt die Gebietskulisse erweitert. Silke Franzl sprach in der Stadtratssitzung davon, dass die Umsetzung der Baumaßnahme schrittweise erfolgen werde.

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.