Ritterburg "Kunibert" thront nun neben "Pumuckls Werkstatt"

Dank zahlreicher Spenden können sich die Mädchen und Jungen der Venusberger Kita über ein neues Spielgerät freuen. Dieses dient gleichzeitig als passendes Geschenk zu einem ganz besonderen Anlass.

Venusberg.

Junge Ritter und Prinzessinnen sind am Freitagnachmittag in Venusberg zu bestaunen gewesen. Kein Wunder eigentlich, schließlich stand das alljährliche Familienfest der Kita "Pumuckls Werkstatt" diesmal unter dem Motto des Mittelalters. Dass die Mädchen und Jungen ebenso wie die meisten der 13 Erzieherinnen in historische Kostüme geschlüpft waren, hatte aber noch einen weiteren Grund. Schließlich wurde gleichzeitig die neue Ritterburg "Kunibert" eingeweiht, auf der sich die Kinder nun täglich im Außengelände der Einrichtung austoben können.

Als sich Kita-Leiterin Kathrin Kockisch bei der Enthüllung der rund 10.000 Euro teuren Anlage bei all den Sponsoren bedankte, die sich am Crowdfunding-Projekt "99 Funken" der Erzgebirgssparkasse beteiligt und das Projekt somit ermöglicht hatten, standen vor allem Heike Breitfeld fast die Tränen in den Augen. Die technische Mitarbeiterin der Kita ist eine der wenigen, die seit der Geburtsstunde von "Pumuckls Werkstatt" dabei ist. Beim Blick auf die Burg sagte die Venusbergerin gerührt: "Das ist ein schönes Jubiläumsgeschenk." Denn die Betreuungseinrichtung gibt es in ihrer jetzigen Form seit 25 Jahren.


"Ich war damals Gründungsmitglied", blickt Heike Breitfeld ein Vierteljahrhundert zurück. Es war der Herbst im Jahr 1993, als Gerüchte die Runde machten, dass die Venusberger Kita geschlossen und den Erzieherinnen gekündigt werden soll. "Da haben wir uns als Eltern zusammengetan, um etwas dagegen zu unternehmen", so die heute 52-Jährige. So ungewiss wie die Zukunft war zunächst auch der Plan, wie die Mütter und Väter ihr Ziel erreichen konnten. "Es waren viele Wege zum Amtsgericht und zu den Behörden zu erledigen, das hat Monate gedauert." Zu Jahresbeginn 1994 war es dann aber soweit. Als erster freier Träger in der Region übernahm die Elterninitiativgruppe die Verantwortung für die Kita.

Über den Name des Vereins, gleichbedeutend mit dem der Einrichtung, wurde eine Weile diskutiert. Vorschläge wie "Kleine Mäuse" waren aber schnell wieder vom Tisch. Es sollte etwas sein, das zu jener Zeit sowie zum Charakter der Region passt. "Damals war Pumuckl gerade ein TV-Held. Und unsere Kinder waren genauso frech wie er", erinnert sich Heike Breitfeld schmunzelnd. Der Begriff Werkstatt passte auch optimal, denn wie Pumuckl im Fernsehen Meister Eder zur Hand ging, so sollte auch den Venusberger Kindern die Tradition des erzgebirgischen Handwerks stets bewusst bleiben. "Und wir haben im Keller ja wirklich eine Werkstatt", betont Heike Breitfeld, die sich bis heute jeden Tag am Lachen der Kinder in "Pumuckls Werkstatt" erfreut.

60 Kinder, darunter 18 im Krippenalter, werden aktuell in der Kita betreut. Neben Bildung, Bewegung und gesunder Ernährung spielt die Kreativität in ihrem Alltag eine wichtige Rolle. Basteln ist oft angesagt. Und genauso haben die Mädchen und Jungen in den vergangenen Monaten einige ihrer Eltern draußen basteln sehen. Viele Helfer haben dazu beigetragen, dass die Ritterburg rechtzeitig als Geschenk zum Jubiläum fertig wurde.

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