Rübenauerin arbeitet an Designmagazin mit

Am 13. März wird zur Dortmunder Creativa eine Zeitschrift zum Thema Handarbeit präsentiert. Katja Gradt hat dafür ganz besondere Kindersachen entworfen.

Rübenau.

Ob Nähen, Stricken oder Häkeln - Handarbeit liegt wieder im Trend. Das Thema Handarbeit ist befreit worden vom Großmutter-Image. Heute gilt es als cool, selbst gemachte und individuelle Teile zu tragen. Messen, wie etwa die Creativa, die größte und vielfältigste Kreativmesse Europas, locken Zehntausende Besucher an. Im Rahmen eben jener jährlich stattfindenden Messe, die am 13. März in Dortmund beginnt, wird auch ein einzigartiges Magazin präsentiert, in dem 16 Handarbeits- und Designblogger aus dem deutschsprachigen Raum Ideen und Anleitungen fürs Selbermachen veröffentlichen. Eine der Mitautoren ist Katja Gradt aus Rübenau, die ihre Leidenschaft für Handarbeit 2009 zum Beruf gemacht hat.

"Zunächst habe ich nur Gehäkeltes verkauft, später kamen dann auch noch Anleitungen dazu", sagt Gradt, die für den Verkauf auch das Internetportal Dawanda nutzte, welches allerdings im Sommer vergangenen Jahres geschlossen wurde. "Ich bin dann - wie viele andere auch - zu einem anderen, allerdings internationalem Portal gewechselt. Dort habe ich derzeit beispielsweise 172 Anleitungen im Angebot. Anfangs lief es da super, derzeit herrscht aber eine regelrechte Flaute", erklärt Gradt. Sie merkt an, dass das Portal wesentlich mehr Nutzer hat und jeder einzelne deshalb schwieriger zu finden ist.

Bei der Vermarktung ihrer gehäkelten Kleidungsstücke, Anleitungen und auch Wolle setzt sie deshalb schon länger auch auf Gedrucktes. "Bücher sind schon entstanden, auch an Zeitschriften habe ich mitgewirkt", sagt die Rübenauerin. Allerdings waren diese bisherigen Veröffentlichungen aus ihrer Sicht immer kompromissbehaftet. "Für ein von mir entworfenes Stück, zu dem ich auch die Anleitung erstelle, habe ich genaue Vorstellungen, wie es optimal präsentiert werden soll. Die Verlage, mit denen ich zusammengearbeitet habe, hatten natürlich ihre eigenen Vorstellungen. Auch finanziell war es eher schwierig", beschreibt sie das Dilemma.

Erfreut war Gradt deshalb, als sie Ende 2018 von einer Designerin aus Hessen angeschrieben wurde, die ein Magazin herausgeben wollte, in dem alle Mitwirkenden selbst die Seiten gestalten. "Es wurden 16 Designerinnen ausgewählt, die sich verständigt haben, wer welches Thema präsentiert, um ein möglichst vielfältiges Magazin zu schaffen", sagt Katja Gradt, die darin als einzige Kindersachen vorstellt. "Ich habe extra eine Ballonmütze und einen Poncho samt Anleitungen entworfen und präsentiere diese auf zwei Doppelseiten", erklärt Gradt, die selbst nicht auf der Creativa vertreten sein kann.

Das Designmagazin ist zunächst als einmaliges Projekt in einer Auflage von 2500 Stück geplant. "Ob es weitere Ausgaben geben wird, kann ich nicht sagen", sagt Gradt.

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