Sachsen feiern sich selbst

Illustre Gäste durfte das Publikum beim Dittmannsdorfer Fasching am Samstag begrüßen. Die meisten waren schon sehr betagt.

Dittmannsdorf.

"Sing mei Sachse sing - es is e närrisch Ding." Mit diesem Schlachtruf sind die Dittmannsdorfer am Wochenende in die heiße Phase der 25. Faschingssaison gestartet. Annähernd 100 Besucher erlebten am Samstag in der Kultur- und Sporthalle Dittmannsdorf die erste Veranstaltung, der bis Aschermittwoch drei weitere folgen werden.

Beim Fasching im Gornauer Ortsteil liegt alles in der Hand des Heimatvereins Dittmannsdorf - angefangen von der Hallendekoration bis hin zur Gastronomie. Vereinschef Enrico Münzner nimmt jedes Jahr zwei Wochen Urlaub für die Vorbereitung.

Bei der Musikauswahl und -einspielung haben es Jens Knolle und Torsten Ulbricht mittlerweile viel leichter als noch vor Jahren. "Früher mussten wir die Stücke auf Kassette aufnehmen. Später hatten wir CDs, und seit ein paar Jahren arbeiten wir mit einem Laptop. Das macht es für den Abend entspannter. Die Vorbereitungszeit ist allerdings nicht kürzer geworden", berichteten die Tontechniker.

Auch die Tanzgarden hatten ihre bejubelten Auftritte, da waren die Zwillingsfunkenmariechen Heidi und Marie Nitsche, das Männerballett und die Dittmannsdorfer Tanzgarde. Höhepunkt des Abends war kein gespielter Witz wie in Dieter Hallervordens humoristischer Fernsehserie "Nonstop Nonsens", sondern ein gespieltes Lied: "Der Mörder ist immer der Gärtner" von Reinhard Mey, bis in Einzelheiten perfekt dargeboten.

Zur Faschingsparty gehörten aber auch illustre Gäste wie ein Sänger aus Gottesgab, Kosmonaut Sigmund Jähn, DDR-Aktivist und Bergmann Adolf Hennecke, Tom-Pauls-Kunstfigur Ilse Bähnert, das Schokoladenmädchen, August der Starke, Skisprunglegende Jens Weißflog und das Leipziger Messemännchen. Der Kostümfundus von Renate und Enrico Münzner scheint schier unerschöpflich. "Und was wir nicht haben, wird eben hergestellt. Den Kopf des Leipziger Messemännchens beispielsweise habe ich selbst gebaut", berichtete Renate Münzner.

Weitere Veranstaltungen am 16. und 23. Februar sowie am 2. März. Beginn in der Dittmannsdorfer Kultur- und Sporthalle ist jeweils 19 Uhr.

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