Salzprinz begrüßt 33 Kinder im Schlosshof

Zschopauer Märchennacht vereint Helden aus zahlreichen Erzählungen

Im Beisein des Salzprinzen wagten die Teilnehmer der Märchennacht sogar einen Abstecher zum Teufel höchstpersönlich.

Von Andreas Bauer

Obwohl im Vorjahr aufgrund des Zschopauer Stadtjubiläums eine Pause eingelegt worden war, bleibt die Märchennacht auf Schloss Wildeck eine Tradition. "Seit mehr als zehn Jahren haben wir damit viele Kinder begeistern können - und das war auch diesmal so", sagte Schloss-Mitarbeiterin Carmen Seifert nach der Veranstaltung am Mittwochabend. Diesmal waren 33 junge Teilnehmer erschienen, etwa die Hälfte nutzte die Möglichkeit der Übernachtung. Schließlich dauerte es bis gegen 22 Uhr, ehe alle vier Stationen absolviert waren.

Die Stadtverwaltung, der Förderverein des Schlosses sowie der Jugendclub "High Point" hatten sich wieder einmal echte Abenteuer einfallen lassen. "Mitgeholfen hat auch der Heimatverein, der einige Requisiten stellte", sagt Carmen Seifert. So entstand eine eindrucksvolle Kulisse für die Teilnehmer, die sich selbst in Kostüme geworfen hatten. Prinzessinnen und Schmetterlinge waren ebenso anzutreffen wie der Gestiefelte Kater. Nur der Held des Abends war nicht allen sofort ein Begriff. Schließlich war die diesjährige Veranstaltung dem Märchen "Der Salzprinz" gewidmet. "Den kannten noch nicht alle", sagt Carmen Seifert, die dafür an den Stationen mit bekannten Märchenfiguren aufwartete. Während bei Rapunzel Freundschaftsbänder geflochten wurden, galt es beim Froschkönig, kleine Plastik-Frösche in einen Brunnen springen zu lassen. "Außerdem waren die Kinder bei Schneeweißchen und Rosenrot als Pantomime-Künstler gefragt. Und vom Teufel holten sie sich Salz, aus dem sie dann Kräutersalz machten", so die Projektleiterin. Zu später Stunde wurde Stockbrot an Feuerschalen gebacken, ehe die im Grünen Saal übernachtenden Kinder das gesamte Märchen des Salzprinzen erfuhren.

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