Seiffener Grundschullehrer drücken die Schulbank

Rund 98.000 Euro sind in moderne Computertechnik für die Bildungsstätte investiert worden. Was ändert sich im Unterricht?

Seiffen.

Bevor die Lehrer der Seiffener Grundschule nach den Sommerferien wieder Wissen an die dann 120 Schüler in sieben Klassen vermitteln, haben sie selbst erst einmal die Schulbank gedrückt. Grund dafür war moderne Computertechnik, die während der Sommerferien in der Bildungseinrichtung installiert worden ist.

Die Mittel in Höhe von fast 98.000 Euro stellte das Land im Rahmen des Digitalpakts Schule als Fördergeld zur Verfügung. So konnte in der Grundschule in neue Datenprojektoren, Server, Verkabelungen, Funknetzwerk mit mehreren Zugangspunkten und in PC-Technik investiert werden. Unter anderem wurden der Computerraum mit 29 neuen PCs samt Software, Monitoren und Eingabegeräten ausgestattet. Auch ein Klassensatz Notebooks samt mobilem Gerät zum Aufladen wurde beschafft. Jedes Klassenzimmer erhielt einen Datenprojektor samt Projektionswand.

Damit ein schneller Datenverkehr innerhalb der Schule und die Sicherheit der Daten gewährleistet sind, ist auch einen neuer, leistungsstarker Server installiert worden. Die bisher im Computerraum verwendeten PCs, 17 Stück an der Zahl, werden, nachdem sie technisch aufgerüstet wurden, auch weiter ihren Dienst verrichten. Als Lehrer-Computer steht den Pädagogen in jedem Klassenzimmer der Schule ein solcher zur Verfügung.

Lars Seidler, der die Informationstechnologie an der Schule seit 2013 betreut, hat nun die Lehrerinnen und Lehrer mit der von ihm installierten neuen Technik vertraut gemacht. "Dabei geht es weniger um den grundsätzlichen Umgang mit Computern und Software, sondern mehr um das Beherrschen des Zusammenspiels der neu angeschafften Technik", so der Fachmann. Für Lehrerin Jana Herrmann stellt diese eine erhebliche Verbesserung der Arbeits- und Lernbedingungen für Schüler und Lehrer dar. "Medienkompetenz ist seit dem vergangenen Schuljahr fächerübergreifend vermehrt in den Mittelpunkt der Lehrpläne gerückt", sagt sie. Deren Inhalte waren aber wegen der nicht aktuellen beziehungsweise bisher fehlenden Technik nur teilweise umsetzbar. "Im Werkunterricht der Klasse 4 konnten wir beispielsweise das Programmieren nur eingeschränkt umsetzen", so Jana Herrmann. Sie und ihre Kollegen können dank einer 100-MBit-Datenleitung, die durch den Anschluss der Grundschule ans Glasfasernetz möglich wurde, nun auch vermehrt internetbasierte Lerninhalte im Unterricht einsetzen.

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