Sitzung beginnt mit Trauerminute

Wolkensteiner Stadtrat reagiert auf Tat in Dresden

Wolkenstein.

Bevor es um lokale Themen ging, haben die Wolkensteiner Stadträte bei ihrer Sitzung in dieser Woche über den Tellerrand hinausgeblickt. Aus traurigem Anlass, denn sie eröffneten ihre Zusammenkunft mit einer Trauerminute in Gedenken an den Touristen, der vor wenigen Wochen in Dresden nach einer Messerattacke ums Leben gekommen war. Initiiert hatte die Aktion Bürgermeister Wolfram Liebing, der dabei auf einen Gedenktag in Frankreich verwies. Dort war landesweit des Lehrers gedacht worden, der einem islamistischen Terroranschlag zum Opfer gefallen war. "Auch wenn das hier nur das kleine Wolkenstein ist, so können wir doch ein Zeichen setzen", sagte Liebing, dem ein ähnliches Vorgehen auf höherer Ebene offenbar fehlte. "Das Erschütternde ist, dass wir über die Kindheit des Täters diskutieren, aber nicht über das Opfer reden", erklärte der Bürgermeister in Anspielung auf die Tat in Dresden. Auch die war von einem mutmaßlichen Islamisten begangen worden, der einen Touristen aus Nordrhein-Westfalen erstach. "Auch Warmbad und Wolkenstein sind auf den Tourismus angewiesen. Wir hoffen, dass die Besucher trotzdem zu uns kommen", führte Liebing aus. (anr)

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