So profitieren Zschopau und Gornau vom Leader-Programm

Zum Jahreswechsel endet die siebenjährige Förderperiode des Programms für den ländlichen Raum. Stadt- und Gemeinderäte haben den Weg geebnet, um auch künftig Mittel beantragen zu können.

Zschopau/Gornau.

Zschopau und Gornau wollen weiter vom Leader-Förderprogramm für den ländlichen Raum profitieren. Zur Finanzierung des für die Koordination zuständigen Regionalmanagements in der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal stellen die Kommunen für die kommenden eineinhalb Jahre rund 38.300 beziehungsweise 27.000 Euro bereit. Das haben Stadt- und Gemeinderat beschlossen.

Eigentlich endet die siebenjährige Förderperiode zum Jahresende. Vor Beginn der nächsten soll aber weiter nach den alten Regeln Geld in die Projekte fließen. Regionalmanagerin Andrea Pötzscher spricht von einer beachtlichen Summe über 3,4 Millionen Euro für das Fördergebiet.

In der aktuellen Förderperiode standen für die Region 20,6 Millionen Euro bereit. Davon hat auch Gornau mehrere Projekte umsetzen können. Mit Leader-Geld wurden etwa der Dorfplatz im Ortsteil Dittmannsdorf und der Rundwanderweg in Witzschdorf gestaltet, Spielplätze saniert, ein altes Wohnhaus in Dittmannsdorf hergerichtet und die Sanierung des Kirchendaches in Witzschdorf ermöglicht. Im Zschopauer Ortsteil Krumhermersdorf gibt es Geld für den Ausbau des Stülpnerweges. Leader-Mittel flossen ebenso in den Umbau der alten Schule zu einem Dorfgemeinschaftshaus sowie in den Ausbau eines Wohnhauses.

Gleichzeitig wurden mit dem Programm Vorhaben finanziert, an denen alle acht Städte und neun Gemeinden der Förderregion beteiligt waren. Zu den ersten Projekten gehörte ein Imagefilm, der die Land- und Forstwirtschaft sowie die Wahrnehmung der Region in der Bevölkerung in den Mittelpunkt rückte. Der 10.000 Euro teure Werbefilm wurde mit 8000 Euro gefördert. Ein weiteres Beispiel für ein Gemeinschaftsprojekt ist die Entwicklung eines 352 Kilometer langen Kernwanderwegenetzes in der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal. Geplant ist ein lückenloses Beschilderungssystem. Sitzgelegenheiten, Schutzhütten, Infotafeln und Aussichtstafeln sollen aufgestellt werden. Dazu gehört die touristische Vermarktung. Inzwischen gibt es ein Logo und ein einheitliches Design für Sitzgruppen und Tafeln. Das Projekt soll 2021 umgesetzt werden. In die Zukunft gerichtet ist auch die Beteiligung an einem Kooperationsvorhaben mit fünf Leaderregionen. Es geht um ein Projektmanagement zur gemeinsamen Vermarktung regional erzeugter landwirtschaftlicher Produkte. Vertriebskanäle und Logistiklösungen sowie ein Gemeinschaftsmarketing zur Etablierung der Dachmarke "Sächsisch-Gut" sollen entwickelt werden.

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