Sparkurs erfordert Einschnitte

Mit großer Mehrheit hat der Gornauer Gemeinderat die Haushaltssatzung für die kommenden beiden Jahre beschlossen. Ein Punkt sorgte allerdings für Diskussionen.

Gornau.

Für die Gemeinde Gornau hat sich die Planung der Haushaltssatzungen 2019 und 2020 als schwere Geburt erwiesen. Weil sich zu Beginn dieses Jahres kein genehmigungsfähiger Haushalt aufstellen ließ, wurde eine Kommunalberatungsfirma aus Dresden mit ins Boot geholt. Das Unternehmen sollte ein Konsolidierungsgutachten erstellen, um zur Verbesserung der Haushaltssituation beizutragen. Dabei wurden "dauerhaft tragfähige Maßnahmen" erarbeitet und in einem Strukturkonzept zusammengefasst, das nun die Grundlage für den Haushalt bildet.

Mit nur einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen wurde die Haushaltssatzung des Doppelhaushalts 2019/2020 vom Gemeinderat abgesegnet, auch wenn er fürs kommende Jahr immer noch einen Fehlbetrag aufweist. Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit von 5,69 Millionen Euro stehen 5,71 Millionen an Auszahlungen gegenüber. Schon 2020 steht in diesem Punkt ein Plus zu Buche. Allerdings erfordert die Konsolidierung Zeit. Laut Kämmerin Nicole Blank soll "2022 alles im positiven Bereich" sein.

Um die Ziele zu erreichen, muss gespart werden. Große Vorhaben wie der Breitbandausbau sowie Baumaßnahmen betrifft dies weniger. "Das größte Projekt ist der Ausbau der Chemnitzer Straße zwischen den Abzweigen Eisenstraße und Ringstraße mit rund 1,2 Millionen Euro", erklärt Bürgermeister Nico Wollnitzke. Spätestens im April sollen dort die Arbeiten beginnen. Diskutiert wurde über diese Pläne nicht - dafür aber über das Geld, das den Vereinen künftig zur Verfügung steht. "Wir bezeichnen uns als Gemeinde mit Zukunft, kürzen aber die Zuschüsse für die Sportvereine. Hier wird am falschen Ende gespart", übte Harald Oehme (SPD), der selbst beim SV Witzschdorf als Funktionär tätig ist, Kritik.

Laut Bürgermeister Wollnitzke werden den drei Fußballvereinen aus Gornau, Dittmannsdorf und Witzschdorf statt 6000 künftig nur noch jeweils 4000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt. Nicole Blank betonte jedoch, dass über Änderungen abgestimmt werden könnte, wenn Deckungsquellen genannt werden. Wie in der Vereinsarbeit soll auch bei der Umlage in der Verwaltungsgemeinschaft mit Zschopau gespart werden. "Die liegt deutlich über dem Durchschnitt", sagt Wollnitzke, der dazu kommenden Dienstag im Verwaltungsausschuss Beratungen führen will.

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