Stadt will Flächen für Häuslebauer ausschreiben

Grundstücke in Zschopau sind Am Gräbel und im Bebel-Gebiet zu vergeben

Zschopau.

Die Nachfrage von potenziellen Häuselbauern nach freien Flächen in Zschopau ist offenbar so groß, dass die Stadt jetzt über eine öffentliche Ausschreibung Baugrundstücke vergeben will. Das hat Bauamtsleiter Thomas Hoyer zur jüngsten Stadtratssitzung angekündigt. Über entsprechende Vergabekriterien soll der Stadtrat demnächst beraten. Die Ausschreibung betrifft sowohl zwei Baugrundstücke am Ende des Conradweges im August-Bebel-Wohngebiet als auch das Am Gräbel geplante Wohnbaugebiet.

Das Verfahren für die zwei Flächen im Bebel-Gebiet hatte der Stadtrat im Mai mit einem Aufstellungsbeschluss in Gang gesetzt. Träger öffentlicher Belange haben inzwischen Stellungnahmen dazu abgegeben. Hoyer zufolge gab es dabei "keine wesentlichen Stolpersteine". Nach Abwägung und Beschluss der Ergänzungssatzung ist das Papier bekanntzumachen und Baurecht in Sicht.

Über die Satzung zum Bebauungsplan "Am Gräbel" musste der Stadtrat nochmals abstimmten, weil sich ein Formulierungsfehler eingeschlichen hatte. Demnach darf das Gremium den Begründungstext nur billigen, aber nicht beschließen. Häuslebauer werden Am Gräbel zuerst auf einer Wiese zum Zuge kommen, die für zwei bis drei Häuser Platz bietet. Auf einer weiteren Fläche mit Kleingärten wird Hoyer zufolge wohl im nächsten Jahr noch nicht viel passieren. Zwar gibt es schon leerstehende Gärten und einige Kleingärtner, die ihre Parzelle noch dieses Jahr aufgeben wollen. Eine zusammenhängende Fläche könne aber noch nicht bereitgestellt werden. Insgesamt sind rund 20 Gärten entlang der Straße freizuziehen. Für die benötigten Flächen hat die Stadt den mit dem Gartenverein bestehenden Pachtvertrag zum 30. Oktober gekündigt. Im August hat sich ein Gutachter die Parzellen angesehen und die darauf befindlichen Lauben, Schuppen und Pflanzen bewertet. Bewirtschaften dürfen Kleingärtner ihren Acker aber noch bis zum Ende der Pflanzsaison 2021.

Seit dem Wohngebiet Illmhöhe Mitte der 1990er-Jahre hat die Stadt kein weiteres mehr erschlossen. Neben dem neuen Gebiet Am Gräbel soll in Kooperation mit einem Erschließungsträger das Gebiet Illmhöhe II mit zehn bis 15 Baugrundstücken geplant werden. (mit aho)

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.