Stadt will Platz für Eigenheime schaffen

Mit einem Aufstellungsbeschluss Am Gräbel hat der Stadtrat den ersten Schritt getan. Doch bis zum Baurecht ist es ein langer Weg.

Zschopau.

Die Stadt Zschopau will Am Gräbel Bauland für Eigenheime schaffen. Einen ersten Schritt unternahm der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mit einem Aufstellungsbeschluss für eine Ergänzungssatzung. Das Gebiet liegt im Osten Zschopaus und befindet sich westlich der Bahntrasse und des Zschopauflusses. Das Areal wird derzeit zum Teil als Weideland genutzt. Zudem befinden sich dort Kleingärten und Garagen.

Zunächst will die Verwaltung den gegenwärtig zum Außenbereich gehörenden Standort dem Innenbereich zuordnen und damit eine Bebauung möglich machen. Bauamtsleiterin Martina Wutzler sprach vom ersten Schritt einer langfristigen Planung. Einige Fragen blieben an dieser Stelle noch unbeantwortet: Wie groß soll das Gebiet werden und wie viele Eigenheime finden darauf Platz? In welchem Zeitraum lässt sich die Erschließung umsetzen? Linke-Fraktionschef Jürgen Hetzner möchte diese Kernfragen schnell beantwortet haben, um zu verhindern, "dass nicht noch mehr Leute aus Zschopau wegziehen". Mitte März hatte der Technische Ausschuss in nicht öffentlicher Sitzung dem Aufstellungsbeschluss für das Wohngebiet zugestimmt. Über das Vorhaben wurde bislang der Vorstand des Kleingartenverbandes informiert, sagte Martina Wutzler auf Nachfrage von Hetzner.

Sascha Aurich

Aurichs Woche:Der „Freie Presse“-Sonntagsnewsletter von Sascha Aurich

kostenlos bestellen

Nach dem Aufstellungsbeschluss soll ein Satzungsentwurf erarbeitet werden. In dem darauffolgenden Beteiligungsverfahren sind sämtliche, die Abrundung berührende Belange - etwa Naturschutz, Erschließung und baurechtliche Anforderungen - zu prüfen und abzuwägen. Zunächst rechnet die Verwaltung mit knapp 5300 Euro Planungskosten.

Für den Erwerb von bebaubaren Flächen hatte die Stadt auch in zurückliegenden Jahren Mittel bereitgestellt. Vor zwei Jahren verständigte sich der Stadtrat darauf, 32.000 Euro an die Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft (BVVG) zu zahlen. Als Gegenleistung bekommt Zschopau von der Treuhand-Nachfolgegesellschaft Flurstücke oberhalb des Wohngebietes Illmhöhe - insgesamt 2,4 Hektar potenzielles Bauland.

Die Erschließung von Eigenheimstandorten hatte sich Oberbürgermeister Arne Sigmund (parteilos) im Wahlkampf auf die Fahnen geschrieben. Von den Großen Kreisstädten des Erzgebirgskreises verlor Zschopau in der Vergangenheit die meisten Einwohner.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...