Standesamt wechselt Standort

Mildenau ist ab 1. Januar 2019 für Großrückerswalde und seine Ortsteile zuständig. Marienberg hätte die Aufgaben gern weiter übernommen, wollte aber Streit vermeiden.

Großrückerswalde.

Der Standesamtwechsel der Gemeinde Großrückerswalde wird wie geplant vollzogen. Nachdem sich die Gemeinderäte in diesem und im vergangenen Jahr schon mehrfach mit dem Thema beschäftigt hatten, teilte die Verwaltung nun mit, dass ab dem 1. Januar 2019 die Gemeinde Mildenau für sämtliche standesamtliche Aufgaben für Großrückerswalde und seine Ortsteile zuständig ist.

Noch bis zum Jahreswechsel müssen heiratswillige Einwohner des Ortes Beurkundungen vom Standesamt in Marienberg vornehmen lassen. Die Bergstadt übernimmt zudem bislang auch die Aufgaben auf dem Gebiet des Straßenverkehrswesens für die Nachbargemeinde. Doch auch um diesen Bereich kümmert sich ab dem 1. Juli 2019 Mildenau für Großrückerswalde. Eigentlich war der Standesamtwechsel schon für dieses Jahr geplant. Doch die Kosten für die Trennung von Marienberg, die Großrückerswalde tragen muss, wären höher gewesen als zum 1. Januar.

Die für die neuen Zuständigkeiten benötigten Beschlüsse wurden von den Volksvertretern der drei beteiligten Kommunen getroffen. Allerdings gab es durchaus Kritik, dass die Großrückerswalder, die seit 1985 Beurkundungen vom Standesamt in Marienberg vornehmen, künftig nach Mildenau fahren müssen. Marienbergs Oberbürgermeister André Heinrich teilte seinen Amtskollegen mit, dass die Bergstadt gern die Aufgaben weiterhin übernommen hätte. Er wolle aber Streit vermeiden. Der Großrückerswalder Gemeinderat Ulrich Wemmer wiederum kritisierte, dass Bewohner, die bis zum Wechsel in Marienberg registriert sind, auch künftig für Nachbeurkundungen in die Bergstadt fahren müssen. Dass könne für Verwirrung sorgen. Um die Zuständigkeit im Einzelfall zu klären, gebe die Gemeinde telefonisch Auskunft, heißt es wiederum aus der Verwaltung in Großrückerswalde.

Die Kommune zahlt bislang eine Umlage an Marienberg. Die neue Partnerschaft sei finanziell günstiger, sagte Bürgermeister Jörg Stephan. Zudem sei es ein Schritt in Richtung Fusion mit Mildenau, die schon seit Jahren im Gespräch ist.

Das Standesamt ist für die Anmeldung und - wenn gewünscht - Durchführung der Eheschließungen im Mildenauer Trauzimmer zuständig. Trauungen sind während der Dienstzeiten und nach Vereinbarung möglich. Zu den weitere Aufgaben gehören Namensänderungen und nachträgliche Namenserklärungen, Vaterschaftsanerkennungen, Kirchenaustritte und die Beurkundung von Sterbefällen. (mit jag)

Das Standesamt befindet sich im Rathaus Mildenau, Dorfstraße 95. Die Mitarbeiter sind telefonisch unter 03733 5655-10 oder -12 und per E-Mail an standesamt@mildenau.de erreichbar. Geöffnet ist ab dem 3. Januar dienstags von 8 bis 12 und 12.30 bis 18 Uhr, donnerstags von 8 bis 12 und 12.30 bis 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr.

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