Starkregen beschädigt Häuser und Straßen

Feuerwehren wie die Großolbersdorfer wurden teils mehrfach alarmiert. Auch am Sonnabend gab es noch viel zu tun.

Großolbersdorf/Drebach/Hilmersdorf.

Erneut haben unwetterartige Gewitter und Starkregen in der Region Schäden angerichtet. 13 Einsatzstellen zählte der Großolbersdorfer Wehrleiter Gottfried Schier in der Nacht zu Sonnabend. Nach 23 Uhr hieß es für die Kameraden am Freitag erstmals ausrücken - nämlich für rund 30 Großolbersdorfer, fünf Hopfgartener und sechs Hohndorfer. "Überall waren Wasser, Schlamm und Steine", schildert Schier. "Wir haben Keller ausgepumpt, Straßen erst einmal grob beräumt." Gegen 3 Uhr war dieser erste Einsatz beendet, gegen 4 Uhr folgte die nächste Alarmierung. Und 8 Uhr trafen sich viele Feuerwehrleute erneut, um die restlichen Schäden zu beseitigen. Die Bilanz: Besonders schlimm hat es das Niederdorf erwischt - Keller im Rathaus und bei Einwohnern, aber auch der Speiseraum der Schulküche waren betroffen. Zwei umgestürzte Bäume mussten beseitigt werden, an der Warmbadstraße war ein Feld abgegangen. Doch die Wehr bekam auch Unterstützung in Form schweren Geräts: Die Bauernland Agrar AG und die Straßenmeisterei Gornau halfen mit Radladern aus, ist Gottfried Schier dankbar für diese Unterstützung. In Hohndorf mussten zwei Keller ausgepumpt werden.

Auch die Drebacher Feuerwehr rückte am Freitag gegen 23 Uhr aus, berichtet Wehrleiter Dirk Arnold. An der Herolder Straße war aufgrund des Starkregens ein Feld abgegangen und hatte Keller sowie die Garage eines Einfamilienhauses erwischt. Zudem mussten die neun Feuerwehrleute einen Weg beräumen. Nachdem ihr Einsatz 2 Uhr endete, mussten sie am Nachmittag einen Baum beseitigen, der auf der Straße lag.

Stundenlang im Einsatz waren auch die Hilmersdorfer - nachdem zunächst ihr eigenes Gerätehaus unter Schlamm stand. Das Regenrückhaltebecken war übergelaufen, und das Wasser floss die Straße des Friedens herunter, berichtete Wehrleiter René Bruchhold. Vier Keller mussten die acht Kameraden auspumpen, doch das Ausmaß der Schäden wurde erst am Tag sichtbar: Felder waren abgegangen, Geröll und Erde verteilten sich im Ort.

In Ehrenfriedersdorf schossen die Wassermassen aus den Gullydeckeln heraus und rissen diese aus ihren Halterungen. Dazu setzte der kräftige Starkregen die Bundesstraße 95 unter Wasser. Am Ortsausgang, in Höhe Abzweig Herold, spülten die Wassermassen einen ganzen Straßengraben weg und unterspülten die Bundesstraße. "Ein Teil der Fahrbahn wurde unterspült und brach teilweise ein", so ein Polizeisprecher. Die B 95 wurde kurz gesperrt. "Danach konnte der Verkehr wechselseitig an der Gefahrenstelle vorbeigeleitet werden." Die Kameraden pumpten Keller aus und sicherten die Schadensstellen.

Innerhalb kürzester Zeit schwoll auch die Wilisch stark an und führte rasch Hochwasser - der Drebacher Ortsteil Spinnerei blieb aber von Überschwemmungen verschont, berichtet der Venusberger Wehrleiter Jörg Aurich. (mit aed)

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