Tomatenfans kaufen keine Samen mehr

Gartenmeisterschaft: Ein Zschopauer Ehepaar zieht erfolgreich seine Nachtschattengewächse heran. Und gibt sie gern weiter.

ZSCHOPAU.

Welche Tomatensorte Monika und Ehrenfried Müller am besten schmeckt, kann das Ehepaar auf Anhieb gar nicht sagen. Zu groß ist die Auswahl im Garten der Zschopauer, und so bewerben sich die beiden mit der ganzen Auswahl bei der Gartenmeisterschaft der "Freien Presse" und der Raiffeisen Handelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG).

Harzfeuer ist der Klassiker unter den Nachtschattengewächsen, der auch hinter ihrem Haus an der Chemnitzer Straße schon viele Jahre angebaut wird und sich besonders zum Rohverzehr in Salaten eignet. "Doch die Sorte wächst heute in jedem Garten und ist geschmacklich nicht so überragend", räumt Ehrenfried Müller ein und lobt eher ausgefallene Sorten, die der Hobbygärtner bis vor wenigen Jahren selbst noch nicht kannte.

Schon als Kind hat sich der heute 79-Jährige für den Gartenbau interessiert und später auch seine Frau angesteckt. Besonders Tomaten sind seit dem zurückliegenden Sommer zu einer botanischen Leidenschaft des Ehepaars geworden. Samen kaufen die Müllers dafür schon lange nicht mehr, sondern lassen sich besonders schmackhafte Sorten von Freunden, Verwandten oder Gartennachbarn empfehlen und nehmen auch dankbar überreife Früchte als Samenspender in Empfang.

"Das Fruchtfleisch muss vorsichtig ausgewaschen und die so freigelegten Samen für die Aussaat im Folgejahr in der Sonne getrocknet werden", erklärt Monika Müller und zeigt auf ihre Lieblingssorte, das Andenhorn. "Die eher spät reifenden Tomaten haben die Form einer Paprikaschote mit einer ausgeprägten Spitze und schmecken ausgesprochen lecker", schwärmt sie und zeigt auf die ersten roten Früchte, die an einem der beiden Holzhütten im Garten ein schützendes Plätzchen mit viel Sonne genießen.

"Der Ertrag hält sich allerdings in Grenzen", weiß ihr Ehemann und lobt im Gegensatz dazu den "Roten Russen", eine fleischige Tomate, deren Früchte oft paarweise zusammenwachsen und dann bis zu einem Kilo auf die Waage bringen. "Hier handelt es sich um eine alte Tomatensorte, die man mit ihrer natürlichen Struktur nicht in den Regalen der Supermärkte findet." Auch Sorten wie Berner Rose oder Schwarze Krim wachsen deshalb als Eigenzüchtung auf dem Hanggrundstück der Müllers.

Ein echter Exot unter ihren Tomaten ist seit vergangenem Jahr die Sorte Green Zebra. "Mild im Geschmack und weich im Fruchtfleisch erinnert ihre grüne Farbe an unreife Früchte mitten im Hochsommer", berichtet Ehrenfried Müller und hat damit schon so manchen Gartenfreund gefoppt.

"Von allein und ohne Pflege wachsen Tomaten nicht", räumt seine Frau ein und spricht von Hunderten Litern Wasser, die sie und ihr Mann im heißen Sommer bisher früh und abends gegossen haben. Zuvor musste ordentlich ausgegeizt werden. "Tomatenpflanzen wachsen in alle Richtungen, wenn die Triebe in den Blattachsen nicht in mühevoller Handarbeit herausgeknipst werden." Wichtig sei auch der richtige Standort. Sonnig und möglichst windgeschützt soll er sein. "In unserem Fall schützen die Dachvorsprünge auch Blätter und Früchte vor starkem Regen. Und Tomaten brauchen einen warmen, feuchten Boden mit einem ausgeglichenen Nährstoffangebot", fachsimpelt Ehrenfried Müller weiter und hat dafür einen Tipp parat. "Einmal wöchentlich gibt es einen speziellen Dünger aus abgestandenem Hühnermist, Rinderdung und Hornmehl." Auf drei bis vier Zentner schätzt er auch deshalb in diesem Jahr die Ernte. Schon jetzt werden Freunde, Hausnachbarn und die Familie mit dem "roten Paradiesapfel" versorgt. "Was übrig bleibt, wird als Salat verputzt, eingekocht oder als pürierte Soße für Pastagerichte im Winter eingefroren", sagt Monika Müller.


Einfach anrufen!

Anmeldungen nimmt die "Freie Presse" in Marienberg, Töpferstraße 17 (Telefonnummer 03735 916513345 und per E-Mail unter der Adresse red.marienberg@freiepresse.de) sowie in Zschopau, Ludwig-Würkert-Straße 2 (Telefonnummer 03725 348413644 und per E-Mail unter red.zschopau@freiepresse.de) entgegen.

Anmeldeschluss ist am 13. September dieses Jahres (Es gilt das Datum des Poststempels).

Die Teilnehmer der Gartenmeisterschaft erklären sich mit ihrer Anmeldung einverstanden, dass ihre Zusendungen kostenfrei veröffentlicht werden. Das gilt auch für Online-Publikationen. Bilder müssen Namen und Anschrift des Fotografen tragen und frei von Rechten Dritter sein.

Bei einer Prämierung dürfen Daten und Bilder an den Sponsor RHG Erzgebirge weitergegeben werden. Die Teilnehmerdaten werden mit Name, Anschrift, Datum und Gewinnspielbezeichnung ausschließlich zum Zweck der Ziehung der Gewinner dieses Gewinnspiels erhoben und gespeichert.

Nach der Ziehung und Benachrichtigung der Gewinner werden sämtliche Teilnehmerdaten gelöscht. Ausgenommen sind die Daten der Leser, deren Fotos veröffentlicht wurden. Diese müssen für die Dauer der handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert bleiben. Eine Weitergabe an Dritte zu anderen Zwecken ist ausgeschlossen.

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