Tradition seit 30 Jahren

Die Ortspyramide in Dittmannsdorf ist gestern zum 30. Mal angeschoben worden. Ein Erfolgsmodell mit vielen Vätern.

Dittmannsdorf.

Viele Einwohner haben gestern verfolgt, wie die Pyramide in Dittmannsdorf angeschoben wurde. Der Posaunenchor der Evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde spielte dazu weihnachtliche Weisen. Das hat Tradition seit 30 Jahren.

Die Ortspyramide hatte gestern Geburtstag. Es war der erste Advent 1989, ein 3. Dezember, als sie sich zum ersten Mal drehte. Frank Wohmann hatte die Idee, die er mit Uwe Wagner, Dietmar Wächtler und Peter Hollstein in die Tat umsetzte. Als Standort wurde eigens eine parkähnliche Grünanlage geschaffen. Auf Initiative der ehemaligen Ortschronistin Christine Wünschmann hin erfolgte schließlich die Gestaltung der Pyramide. Es entstanden Figuren mit Beziehungen zur Dorfgeschichte. "Dittmannsdorf hatte früher den Beinamen Besenland, deshalb ist ein Besenbinder zu sehen. Dazu kommen Bauer, Vogelsteller, Waldarbeiter und Nachtwächter", zählt Uwe Wagner, einer der "Väter" der Ortspyramide, auf. In der Planungsphase wurden viele andere Ortspyramiden angeschaut, der Borstendorfer Horst Schreiter gab wichtige Hinweise. Schließlich wurde das Vorhaben geplant und umgesetzt. "Scherzhaft sage ich, dass viele nach Karl-Marx-Stadt zur Demo gefahren sind, wir haben die Ortspyramide gebaut", sagt Wagner zum Entstehungsjahr.

Einiges musste seither repariert werden, die Eisenteile wurden verzinkt, das Holz bekam neuen Anstrich. Im vergangenen Jahr wurden zu Silvester drei Lampen zerstört, nun leuchten neue auf der Ortspyramide. Geblasen hat sie Glasbläser Frieder Schulz aus Niederdorf, verbaut wurden LED-Lichter. Klein-Tirol geht eben mit der Zeit.

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