Trinkwasser: Grüne setzen sich für Fördergeld ein

Politiker: Anschluss ans zentrale Netz erfordert finanzielle Hilfe

Rübenau.

Zwar hat sich die Situation in den vergangenen Tagen etwa im Marienberger Ortsteil Rübenau etwas entspannt, doch nach wie vor sorgen sich zahlreiche Brunnenbesitzer der Region um die Zukunft. In den vergangenen Monaten saßen sie wegen ausbleibenden Regens auf dem Trockenen. Die Grünen fordern nun ein schnelles Handeln der sächsischen Staatsregierung.

Volkmar Zschocke, Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, spricht sich dafür aus, rasch ein Förderprogramm auf den Weg zu bringen. Angesichts der erwarteten häufiger auftretenden Dürreperioden sei es nicht vermittelbar, dass sich die sächsische Staatsregierung erst in einer "Grundsatzkonzeption 2030 für die öffentliche Wasserversorgung" verstärkt mit dem Problem auseinandersetzen wolle. Und weiter: "Wenn Bürger wie in Rübenau, Sorgau oder Dörnthal seit langem auf dem Trockenen sitzen und mittels Tankwagen oder im Lebensmittelhandel gekauftem Wasser ihren alltäglichen Bedarf decken müssen, dann ist unverzügliches Handeln geboten."

Eine Lösung: der Anschluss an das zentrale Trinkwassernetz. Betroffene sowie Kommunen könnten dies angesichts der hohen erwarteten Kosten aber nicht allein stemmen. Der Freistaat sei gefordert, so Volkmar Zschocke. Er müsse finanziell unter die Arme greifen und den Anschluss ans Netz mit Fördergeld unterstützen.

Auf einen entsprechenden Zuschuss hoffen zum Beispiel die Dörnthaler. Im Oberdorf soll die Hauptstraße erneuert werden, im Zuge dessen könnte der Anschluss erfolgen. Mehr als 93 Prozent der Anwohner sprachen sich gegenüber der Stadt für das Vorhaben aus.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...