Trucker erfüllt sich mit Gitarre und Mikrofon einen Traum

Wie viele Andere hat sich auch Denny Schubert fürs neue Jahr viel vorgenommen. Die Hoffnungen des Countrysängers aus Zschopau sind an sein erstes Album geknüpft.

Zschopau.

Seinen Job hat Denny Schubert an den Nagel gehängt. Und doch fühlt sich der 39-jährige Zschopauer nach wie vor als Trucker - mit dem Unterschied, dass er statt des Lenkrads ein Mikrofon in der Hand hält. Als Denny Drivers singt der gelernte Kraftfahrer nun über seine Leidenschaft. Schon seit der Jugend hat er sich der Countrymusik verschrieben. Kleinere Auftritte wie der an diesem Donnerstag beim Betriebsjubiläum eines Zschopauer Friseursalons hat er schon zahlreiche hinter sich. Doch inzwischen ist Drivers, alias Schubert, einen großen Schritt vorangekommen. Nicht nur, dass er bei Festivals an der Seite von Stars wie Tom Astor die große Bühne erklommen hat. Nun bringt der Erzgebirger auch noch sein erstes Album heraus.

"Am 21. Februar ist es soweit. Dann steigt im Gasthof Witzschdorf die Release-Party", sagt der 39-Jährige voller Stolz. Kein Wunder, liegt doch ein langer Weg hinter ihm. Einige Lieder, die auf der CD erscheinen, habe er bereits als junger Mann geschrieben. So wie den "Song für Michèle", bei dem sich Schubert 2002 von der Geburt seiner Tochter inspirieren ließ. Über die Jahre kamen viele weitere eigene Texte und Melodien hinzu. Die besten davon - zwölf an der Zahl - hat er nun auf dem Album zusammengefasst. "Solang der Diesel reicht" heißt die Platte, deren Produktion vor knapp einem Jahr begann.

"Jetzt geht's los", sagte sich der Countrymusiker im Frühjahr 2019. Den Traum von einem eigenen Album hegte er schon lange, doch erst jetzt reichten die finanziellen Mittel zur Umsetzung dieses Vorhabens. Dank der Ersparnisse in der Bandkasse und der Unterstützung einiger Sponsoren war der Weg ins Lighthouse Recording Studio in Hohenstein-Ernstthal frei. "In nur einer Woche haben wir alle Titel eingespielt", berichtet der Sänger, der die Tonspuren anschließend in die USA schickte. Der Name des Produzenten, der das Material dort komplett überarbeitete und in Szene setzte, klingt fast wie der eines Helden aus den Liedern: John Kennedy aus Nashville, Tennessee.

Dass Drivers hoch zufrieden mit seinem Werk ist, liegt aber nicht nur an Kennedy. Es hat auch zu tun mit dem Engagement seiner Bandmitglieder, die einen Großteil ihrer Freizeit opferten. Zu ihnen gehört inzwischen auch Heiko Aehle. Der Pedal-Steel-Gitarrist aus dem thüringischen Bretleben verleiht vielen Liedern mit seinem Zupfinstrument ein ganz besonderes Western-Flair. Passend zur Einstellung von Denny Drivers, der sagt: "Dieses Album sollte etwas ganz Spezielles werden. Die Musik ist etwas härter und geht schon Richtung Country-Rock."

Seinen Anteil an der Umsetzung des Projekts hatte auch Thomas "Rups" Unger, der bei der Release-Party dabei sein wird. Während dessen Sohn Toni Krauß als Produzent mitwirkte, gab der Ex-Sänger der Randfichten viele musikalische Tipps und ist im Duett "Country Time in Heaven" selbst auf der CD zusammen mit Drivers zu hören. Außerdem sollen Ungers Kontakte dem Zschopauer Countrysänger zu mehr Popularität zu verhelfen. "Zwei, drei Titel haben durchaus Potenzial, wie mir schon einige Experten bescheinigt haben", sagt Drivers, der darauf hofft, sein Publikum bald auch übers Radio zu erreichen.

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