Über das Jahr hinweg fällt zu wenig Regen

2018 war sehr warm und sehr trocken. Stürme zogen übers Land. Und auch einen dicken Eispanzer gab es.

Dittersdorf.

Das Wetterjahr 2018 war außergewöhnlich. Prägend waren der bis in den Herbst gehende Sommer und die extreme Trockenheit. Das Sommerhalbjahr und der Herbst waren die trockensten Jahreszeiten seit Jahrzehnten, nur der sehr nasse Dezember verhinderte einen neuen Rekord eines "trockensten Jahres". Ein Überblick:

Januar: Mit einem Mittel von 2,7 Grad Celsius war der Januar 2018 einer der wärmsten der vergangenen Jahrzehnte, nur 1975 und 2007 war es noch wärmer. Am 18. zog das Orkantief Friederike über die Region. Es war das heftigste Orkantief seit Kyrill (auf den Tag genau elf Jahre vorher).

Februar: Der Monat war extrem trocken, und mit 4,5 Liter pro Quadratmeter war es der trockenste Februar seit Messbeginn. Dabei floss kalte, aber trockene Luft heran. Schnee lag nur wenig. Zum Monatsende sackten die Temperaturen in den strengen Frostbereich.

März: Die sehr kalte Witterung hielt an mit minus 14,2 Grad am 19. als Monatstiefstwert. Dabei fiel zu wenig Niederschlag.

April: Innerhalb weniger Tage wurde auf Frühsommer umgestellt. Es war der wärmste April seit Beginn der Wetterbeobachtungen (auch deutschlandweit). Niederschlag fiel zu wenig.

Mai: Auch im Mai änderte sich wenig. Es blieb viel zu warm und trocken. Nur ein Gewitter brachte am 23. eine ordentliche Regenmenge.

Juni: Der Monat war ebenfalls sehr warm und zu trocken. Lediglich ab dem 21. wurde es für einige Tage markant kalt - verspätete Schafskälte.

Juli: Der Monat startete unterkühlt, und am 2. wurde mit 3,9 Grad die tiefste Julitemperatur seit Messbeginn 1982 aufgestellt. Örtlich gab es auch Bodenfrost. Doch dann ging es aufwärts, und am Ende war der Monat mit 18,4 Grad ganze 1,6 Grad zu warm - und erneut auch viel zu trocken.

August: Der August setzte noch eins drauf. Zwölfmal wurde die 30-Grad-Marke überschritten, einmal mehr als im Jahrhundertsommer 2003. Auch die Monatstemperatur war mit 19,4 Grad ganze 3 Grad zu hoch. Die Trockenheit der letzten Monate ging weiter.

September: Es herrschte Sommerwetter satt. Ab dem 21. folgte ein Wetterwechsel. Nach Gewittern gab es eine erste Abkühlung, aber erst mit dem Durchzug einer markanten Kaltfront. Diese brachte heftige Gewitter, Niederschläge, Sturmböen und einen Tornado beziehungsweise Verdachtsfälle in der Region.

Oktober: Die erste Hälfte war spätsommerlich warm und trocken, die zweite eher herbstlich kühl, am 28. schneite es sogar zum ersten Mal kurz. Am 30. folgte ein Föhndurchbruch.

November: Der November folgte den Vormonaten - extrem trocken, etwas zu mild. Am 28. gab es strengen Frost. Böhmischer Wind und Regen führten am 30. zur heftigsten Glatteislage seit Jahren.

Dezember: Der Monat schloss ebenfalls zu mild ab, aber im Unterschied zu den Vormonaten war er viel zu nass.

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