"Unsere Ölmühle ist eine echte Touristenattraktion"

Vorsitzende des Pockauer Heimat- und Mühlenvereins rechnet zum Leinölfest im Herbst mit 20.000 Gästen

Ilona Ranft ist seit 1993 Vorsitzende des Pockauer Heimat- und Mühlenvereins. Mit der 67-Jährigen unterhielt sich Matthias Degen.

Freie Presse: Der Deutsche Mühlentag begeht sein 25-jähriges Jubiläum und hat seither seine Anziehungskraft nicht verloren. Wie erklären Sie sich das?

Ilona Ranft: Es ist faszinierend, wie viele Menschen sich für die Mühlenromantik begeistern. Hinzu kommt das Interesse für die alte Technik in einer Zeit, in der uns kaum noch mechanische Verarbeitungstechniken begegnen. Unsere Ölmühle ist als einzige von ehemals 16 Mühlen im Mündungsgebiet der Pockau in die Flöha noch im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben und somit eine echte Touristenattraktion.

Die Pockauer Ölmühle präsentiert sich in diesem Jahr "oben ohne". Was ist passiert?

An der Radstube hat der Zahn der Zeit genagt. Sie musste abgerissen werden und soll durch einen neuen Wasserradschuppen ersetzt werden. Schon in den nächsten Wochen beginnen die Arbeiten.

Apropos Zahn der Zeit. Die Ölmühle feiert zum Leinölfest im September ihren 235. Geburtstag. Was erwartet die Besucher?

Natürlich dreht sich wieder alles um das Leinöl und unser Geburtstagskind - die Ölmühle. Erstmals tritt die Stadt mit ihren Vereinen und der Kirchgemeinde als Veranstalter auf. Wir rechnen mit 20.000 Gästen, das kann unser Verein allein nicht stemmen. Es wird Führungen geben, die bekannten Leinöllatschen werden angeboten. Auch auf den Festumzug durchs Mühlenviertel müssen unsere Gäste nicht verzichten.

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