Abo
Sie haben kein
gültiges Abo.
Schließen

Weg für Großprojekte geebnet

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Für Bürgersaal und Neumarkt hat der Zschopauer Stadtrat wichtige Entscheidungen getroffen. Dabei gab es auch Kritik.

Zschopau.

Zwei Planungen hat der Zschopauer Stadtrat am Mittwochabend auf den Weg gebracht: für den Neumarkt und den Bürgersaal. Die Generalplanung für das Kulturhaus auf dem Gelände des früheren Filmecks übernimmt eine Chemnitzer Bietergemeinschaft für 909.000 Euro. Auf eine europaweite Ausschreibung war nur diese eine Bewerbung eingegangen.

Elf Stadträte stimmten für die Vergabe, sechs dagegen. Kritik kam aus der BFW- und Linke-Fraktion, die vom Freistaat eine klarere Aussage zur Bereitstellung der Fördermittel erwartet hatten. "Ich finde in keinem Schreiben die Zusage für eine 80-prozentige Förderung. Das war Voraussetzung für die Umsetzung der Maßnahme", befand Jens Wagner (BFW). Stadtplanerin Andrea Schreyer erklärte, dass die Städtebauförderung projektbezogene Zuwendungsbescheide im klassischen Sinne nicht vorsehe. Oberbürgermeister Arne Sigmund (parteilos) verwies auf ein Schreiben der Sächsischen Aufbaubank, in dem die vom sächsischen Innenministerium zugesagten Fördermittel bestätigt und anhand des inzwischen vorliegenden Nutzungskonzeptes präzisiert wurden.

80 Prozent der Kosten sind demnach als förderfähig, 20 als nicht förderfähig eingestuft. Daraus ergibt sich ein Fördersatz in Höhe von 96,4 Prozent. Sprich: 80 Prozent der Kosten werden zu 96,4 Prozent gefördert. Für die Stadt ergeben sich daraus Mehrkosten in Höhe von rund 80.000 Euro. Die Mittel sollen durch eine Umschichtung im Programm Städtebaulicher Denkmalschutz frei werden. Für noch nicht abgeschlossene private Sanierungsvorhaben stehen damit weniger Zuschüsse bereit. Hauptsächlich betroffen sein wird laut Verwaltung davon die Chemnitzer Straße 47.

Der Planungsentwurf für den mit reichlich sechs Millionen Euro veranschlagten Bürgersaal hatte im Herbst fraktionsübergreifend Zustimmung gefunden. Auch die Planziele für die Neugestaltung des Neumarktes sind in Verbindung mit einem Parkkonzept in mehreren Sitzungen diskutiert worden. Bislang hat die Planung zum Großteil die Stadt selbst vorangetrieben. Für die nächsten Planungsschritte bis zur Baugenehmigung hat der Stadtrat für knapp 59.700 Euro ein Chemnitzer Landschaftsarchitektenbüro verpflichtet. 460.000 Euro umfasst das Gesamtpaket, um den Verkehr zu beruhigen und den Markt zum Verweilen attraktiver zu machen.