Wenn die Dekoration lebendig wird

Gut getarnt, doch eine entdeckte ihn. Yvonne Bleul, Vertriebsleiterin der Carl Dietrich GmbH in Streckewalde, sah zwischen Blumen und Kunststoffäpfeln einen Igel. An ihn erinnert nun ein Produkt des Unternehmens.

Streckewalde.

Diese Herbstdekoration hatte es in sich: Als Yvonne Bleul, Vertriebsleiterin bei der Carl Dietrich GmbH in Streckewalde, durch den Eingangsbereich des Herstellers von Servietten sowie Tischschmuckprodukten lief, traute sie ihren Augen kaum. Hatte sich die aus Kunststoffäpfeln, Blumen, Ästen und Kisten bestehende Dekoration gerade tatsächlich ein kleines bisschen bewegt? Schnell stand fest: Ja, hatte sie.

Ein Igel hatte es sich in einer der Holzkisten gemütlich gemacht. Yvonne Bleul dachte erst, er sei ebenfalls unecht und einfach nur ein Teil der Deko. Doch beim näheren Hinsehen stellte sie fest, dass der Igel lebendig ist. "An diesem Morgen sind vor mir bereits rund 15 Leute an diesem Stillleben vorbeigegangen, ohne den kleinen Besucher bemerkt zu haben", sagt Yvonne Bleul. Unter ihnen sei auch die Mitarbeiterin gewesen, die die Dekoration gestaltet hatte. Yvonne Bleul fragte sie, ob ihr an den Kisten, Blumen und Äpfeln etwas auffalle und ob etwas anders sei. Die Kollegin habe nur festgestellt, dass die Blumen und die Äste durcheinander lagen.


In einer Kiste hatYvonne Bleul den kleinen Gast ins Freie gebracht und auf einem Feld in die Natur gelassen. In seinem selbst gewählten Domizil durfte der Igel somit nicht bleiben - und das, obwohl er ganz artig war und nicht mal einen der Kunststoffäpfel angenagt hatte. An seiner Stelle befindet sich nun in Erinnerung ein Päckchen Servietten - natürlich mit Igel-Motiv. Sie waren schon vor der lustigen Begebenheit ein Teil des Sortiments. Dank der Servietten werden die Besucher des Unternehmens an den ungewöhnlichen Gast erinnert. Was aus dem Igel wurde, ist unklar. Bislang habe er sich im Eingangsbereich nicht wieder blicken lassen, erklärt Yvonne Bleul.

Dabei gibt es längst erste Igel-Fans. Denn die Vertriebsleiterin hat die Begebenheit im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht. Gibt es womöglich bald sogar eine eigene Igel-Kollektion des derzeit 63 Mitarbeiter zählenden und rund 6 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaftenden Unternehmens? Derartiges sei nicht vorgesehen, sagt Yvonne Bleul. So bleibt es trotz des tierischen Besuchers bei den aktuell rund 650 weltweit vertriebenen Motiven.

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