Wesentlich mehr Teilnehmer bei erstem Panoramalauf als erwartet

Läufer und Nordic Walker loben die Organisatoren der Amtsberger Veranstaltung. Doch nicht jeder genoss die Ausblicke.

Amtsberg.

Die Organisatoren sind mit bescheidenen Erwartungen an das Projekt "Amtsberger Panoramalauf" gegangen - vom Erfolg wurden sie letztlich überwältigt. "Wir hatten mit 50 Teilnehmern geliebäugelt, aber dass es beim ersten Mal 120 werden, damit hatten wir nicht gerechnet", sagte Corinna Dittrich.

Die Dittersdorferin hatte mit ihrem Ehemann Frank und Jan Jedro die Idee unter dem Dach des Dittersdorfer Badvereins vor eineinhalb Jahren aus der Taufe gehoben und 50 freiwillige Helfer gefunden. "Wir wollten, dass unsere Hausstrecke in den Laufkalender aufgenommen wird. Ein Volkslauf mit sportlichem Anspruch in der Natur sollte es sein", berichtete sie über die Beweggründe, diese Veranstaltung ins Leben zu rufen.

Am Samstag spielte dann auch das Wetter mit, einige Läufer berichteten von einem Blick bis hin zum Kraftwerk Borna, der sich ihnen von der Dittersdorfer Höhe aus geboten hatte. Der erste Amtsberger Panoramalauf war als Volkslauf ausgeschrieben worden und bot eine Strecke für Nordic Walker und zwei Strecken für Läufer an. Alle führten über die Dittersdorfer Höhe. Von dort bietet sich bei gutem Wetter eine beeindruckende Sicht zum Erzgebirgskamm. Zur anderen Seite wiederum kann sogar das Leipziger Völkerschlachtdenkmal erblickt werden.

"So sehr in die Ferne habe ich aber nicht geschaut, ich habe mich auf den Lauf konzentriert", erzählte David Kloczkowski nach dem Zieleinlauf, bei dem er sich mit hoch erhobenen Armen feiern ließ. "Das war ein sehr schöner Lauf, zudem von lauter freundlichen Menschen sehr gut organisiert", sagte der Sieger über fünf Kilometer.

Über dieselbe Distanz gewann Kira Knöbel, die die Verpflegungspunkte ignorierte, die unterwegs eingerichtet worden waren. "Ich bin durchgerannt, die Strecke war herausfordernd, und es war ziemlich windig", erzählte die 23-jährige Sportstudentin, die aus Dittersdorf stammt und in Leipzig studiert. Die Läufer und Nordic Walker lobten durchweg die sehr gute Organisation des Volkslaufs. Im Freibad Dittersdorf gab es die Möglichkeit, zu duschen und mit einem Nudelgericht die Energiespeicher wieder aufzuladen. Einige Teilnehmer witzelten schon, dass sich das Areal doch für einen Triathlon anbieten würde, in die grüne Brühe des Freibades wollte aber niemand springen.

Das Teilnehmerspektrum war breit gefächert. Es reichte von der Läuferin, die nach einiger Zeit wieder einmal laufen wollte und dafür dreimal pro Woche trainiert hatte - wie die Venusbergerin Susan Holzer - über Karla und Rüdiger Böttrich aus Gornau, die Erfahrungen mit Volkswanderungen haben und ganz privat ihrem Hobby Nordic Walking frönen wollten, bis hin zu den "Thörsday Görls" aus Chemnitz um Jaqueline Lohmann und Antonella Krippner, die Erfahrungen mit dem Wienmarathon haben und im Oktober den Rügenbrücken-Marathon bewältigen wollen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...