Wie aus dem Nachwuchs Rettungskräfte werden

Die Jugendfeuerwehr Niederschmiedeberg hat ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Seit 1994 wechselten insgesamt 18 junge Männer und eine Frau in den aktiven Dienst über.

Niederschmiedeberg.

Für zwölf der 19 aktiven Feuerwehrleute in Niederschmiedeberg hat die Laufbahn in der Jugendfeuerwehr des Ortes begonnen. Einer von ihnen ist Manuel Schönherr. Er leitet seit vier Jahren selber als Jugendwart sechs Kinder und Jugendliche an.

Rückblickend auf die Zeit, in der er selbst Grundfertigkeiten des Feuerwehrwesens auf spielerische Art und Weise lernte, stellt er fest, dass sich kaum etwas verändert hat. Als Kind war er begeistert vom Teamgeist und der Technik, die zum Feuerwehralltag gehören. Er hat gelernt, wie ein Löschangriff funktioniert, wie die Kübelspritze eingesetzt wird und wie Knoten geknüpft werden. Oder was Erste Hilfe ist. "Das ist heute auch noch so", sagt Manuel Schönherr. Elf Jahre war er alt, als er seinen ersten Jugendfeuerwehrdienst versah.


Seine Aufgabe mache ihm nach wie vor großen Spaß. Schließlich sei kein Dienst wieder jeder andere und seine Truppe hoch motiviert. Außerdem freue er sich mitzuerleben, wie sich Kinder zu aktiven Feuerwehrleuten entwickeln. "In meiner Familie bin ich schon die fünfte Feuerwehrgeneration", so der Jugendwart. Zuhause habe er oft Feuerwehrgeschichten gehört. "So war es nur logisch, dass auch ich mitmache."

Die Mannschaftsstärke der Nachwuchstruppe schwanke von Anfang an zwischen vier und zehn Mitgliedern. Schönherr: "Klar könnten es immer mehr sein. Aber bei nur 300 Einwohnern ist das schon in Ordnung." Seit 1994 wechselten insgesamt 18 junge Männer und eine Frau in den aktiven Dienst über. "Nur sechs von ihnen sind heute nicht mehr dabei. Die meisten mussten wegen der Arbeit aufgeben oder weil sie aus Niederschmiedeberg weggezogen sind." Wer heute noch aktiver Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau ist, profitiere auch von seiner Zeit in der Nachwuchstruppe, ist sich Manuel Schönherr sicher.

Gefeiert wurde das Zehnjährige am Samstag mit Angehörigen befreundeter Feuerwehren. Die Gäste kamen unter anderem aus Arnsfeld, Großrückerswalde und Mauersberg. Für die Jüngsten gab es einen Wettkampf mit sieben Stationen. Das Kräftemessen konnte eine Vertretung aus Arnsfeld für sich entscheiden.


"Ich wollte in meiner Freizeit etwas Sinnvolles tun"

Jannik Ullmann (18) ist erst vor zwei Jahren in den aktiven Dienst übernommen worden. Zuvor gehörte er sieben Jahre der Jugendfeuerwehr Niederschmiedeberg an. Während der Jugendfeuerwehrdienste habe er sehr viel gelernt, von dem er heute noch profitiere. Nie habe er bereut, sich damals so entschieden zu haben, so der Niederschmiedeberger.

Lilli Bienert (9) gehört seit etwa einem Jahr zur Nachwuchstruppe der Feuerwehr ihres Heimatortes. "Ich wollte in meiner Freizeit etwas Sinnvolles tun", sagt dasMädchen. Die Ausbildung mache ihr großen Spaß, von der Technik sei sie fasziniert. Außerdem finde sie, dass sie Mitglied einer tollen Gruppe ist: "Ich habe hier viele Freunde, jeder hilft jedem." (jag)

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