Wie zwei Erzgebirger immer wieder ihre Kunden überraschen

Mit kleinen Hawaiianern hat Annedore Krebs ein gutes Händchen bewiesen. Mit Farbe und Struktur von Hölzern spielt Oliver Reichel. Beide öffneten am Wochenende ihre Türen.

Grünhainichen/Kühnhaide.

Paopao und Malou heißen die beiden Neulinge in der reichen Puppenfamilie von Annedore Krebs. Die Grünhainichenerin hat mit den Kinderpuppen aus dem fernen Hawaii offenbar den Geschmack ihrer Kunden getroffen, denn sie verkaufen sich ihren Worten nach sehr gut. Am Wochenende gab es Gelegenheit, noch mehr von Annedore Krebs Leidenschaft zu sehen. Zu den Europäischen Tagen des Kunsthandwerkes hatte sie neben etwa 230 sächsischen Handwerkern und Designern ihre Werkstatt geöffnet. Mehr als 30 Gäste schauten vorbei.

Regelmäßig besucht Annedore Krebs zu Jahresbeginn die Spielwarenmesse in Nürnberg und kommt mit einem gefüllten Auftragsbuch zurück. "Mir ist wichtig, wie Kunden auf die Neuheiten reagieren", sagt sie. Auch in Österreich und Frankreich sind ihre Püppchen begehrt. Für Neuheiten hat sie noch genügend Ideen. In den vergangenen Jahren kreierte sie Püppchen, die den hohen Norden Europas repräsentierten. Auch Japan und China hat sie in ihrem Programm.

Torsten Kleditzsch

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Die Inspiration für die kleinen Hawaiianer kam durch die verwendeten Stoffe mit aufgedruckten Gitarren und Blumen. "Da habe ich mich sofort an meinen Urlaub vor vielen Jahren erinnert. Schon am Flughafen bekommen die Touristen Orchideenkränze um den Hals. Und überall auf der Insel sind exotische Pflanzen zu sehen", erinnert sie sich.

Einige wenige Gäste schauten sich am Wochenende in Olivers Holzwelt in Kühnhaide um. "Die Veranstaltung ist neu und muss sich erst noch herumsprechen", erklärt Tischlermeister Oliver Reichel den geringen Zulauf. Bei der Herstellung von Möbelstücken spielt er mit künstlerischen Elementen. Er versteht es, mit Farbe und Struktur von Hölzern Akzente zu setzen. Oft verwendet der Handwerksmeister ein Reststück, das ihm zum Wegwerfen zu schade ist. So schafft er in seiner Werkstatt Unverwechselbares. "Zu mir kommen auch Leute, die aus ihren eigenen Bäumen ein Möbelstück gebaut haben wollen", berichtet er. So lebt der Baum auf eine besondere Weise weiter. Oliver Reichel entstammt einer Tischlerfamilie. Seit 2003 wohnt und arbeitet der 44-Jährige in Kühnhaide. Damals begann er, das Fachwerkhaus der einstigen Restauration Martin zu sanieren. Der Komplex bildet das Domizil der Familie samt Werkstatt.

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