Winter ist wieder zu warm

Allerdings fiel in der kalten Jahreszeit ausreichend Niederschlag, und so gehörte die Trockenheit des zurückliegenden Jahres endlich der Vergangenheit an.

Dittersdorf.

Das Winter 2018/19 ist wie die vorangegangenen Winter zu mild ausgefallen. Dabei hatte er diesmal durchaus winterliche Phasen, ganz besonders im Januar. Insgesamt war die kalte Jahreszeit mit einem Mittel von 0,8 Grad Celsius gegenüber dem alten Klimamittel von 1961 bis 1990 ganze 1,6 Grad zu warm, auch gegenüber dem 30-Jahres-Mittel von 1981 bis 2010 schloss der Winter 1 Grad zu mild ab. Gleichzeitig fiel ausreichend viel Niederschlag, sodass die fast das gesamte Jahr 2018 herrschende Trockenheit beendet wurde. Ein Rückblick auf die einzelnen Monate:

Dezember: Mit dem meteorologischen Winter gab es eine heftige Glatteislage. Erst im Laufe des 1. Dezember entspannte sich die Situation im Erzgebirge. Danach verlief der Monat recht mild und war wenig winterlich. Nur um die Mitte herum zeigte sich kurzzeitig der Winter. Zu Weihnachten lagen kurzzeitig ein paar Zentimeter Schnee, die schnell wieder wegtauten. Gleichzeitig regnete es oft und viel im Dezember, sodass das Thema Trockenheit vorerst beendet war. Insgesamt war der Monat über 2 Grad Celsius zu warm.

Torsten Kleditzsch

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Januar: Der Januar verlief ganz anders, obwohl das Jahr noch mild begann. Gleich am 1. wurde die Monatshöchsttemperatur mit 5,3 Grad Celsius registriert. Am 9. Januar schneite es stark, und es fielen teilweise 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee - die höchste Tagesmenge seit März 2006. Allerdings blieb der Schnee nicht lange liegen, er schmolz bald wieder bis auf Reste dahin. Ab dem 18. floss kalte Luft in die Region, und die Temperaturen gingen in den Frostbereich zurück. Am kältesten war es am 21. mit minus 14,6 Grad Celsius. Bis zum Monatsende wurde es langsam wieder milder. Februar: Auch der Februar begann noch winterlich. Am 3. schneite es nochmals sehr heftig, und am 5. wurde mit minus 10,4 Grad Celsius nochmals strenger Frost registriert, bevor es nach und nach milder wurde. Im Anschluss herrschte fast nur noch Hochdruckeinfluss vor. Am 23. stieg der Luftdruck auf knapp 1045 Hektopascal. Viel Sonnenschein prägte dem Februar, und tagsüber stiegen die Temperaturen in den frühlingshaften Bereich. Am wärmsten war es mit 18,7 Grad am 16. Februar. Nach einem kurzen Kälteintermezzo am 23. wurde es bis zum Monatsende immer milder. Insgesamt beträgt das Monatsmittel 2,1 Grad, und somit ist der Monat 2,2 Grad zu warm. Der Großteil des Niederschlages fiel in der ersten Monatshälfte.

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