Denkmalgeschützter Röhrgraben wird saniert

Mehr als 180.000 Euro investiert die Stadt Ehrenfriedersdorf in die Instandsetzung eines Teils des Kunstgrabens. Auch für Touristen soll der Gewässerverlauf interessanter werden.

Jan Ulbricht (l.) und Rico Porges vom Besucherbergwerk Zinngrube beim Abriss des alten Gefluders.

Für Sie berichtet: Denise Märkisch

Die Entstehungsgeschichte des Röhrgrabens im Greifensteingebiet bei Ehrenfriedersdorf reicht Jahrhunderte in die Vergangenheit zurück und hängt direkt mit dem Bergbau zusammen. Um den denkmalgeschützten Kunstgraben zu erhalten, ist allerdings einige Anstrengung gefragt. Normalerweise übernehmen Mitarbeiter des Besucherbergwerks notwendige Instandhaltungsaufgaben, erklärt Bauamtschef Jens Reuther. Die aktuelle Maßnahme sei allerdings um einiges umfangreicher, weshalb auch Baufirmen zum Zuge kommen.

Auf einer Länge von etwa einem Kilometer wird Holz ausgetauscht und der Graben ausgebaut, so Reuther. Auch das Gefluder musste erneuert werden. Das hat beispielsweise eine Firma übernommen, die darauf spezialisiert ist. Diese Arbeiten konnten vor wenigen Tagen abgeschlossen werden.

Neben der Sanierung des Röhrgrabens geht es bei den Bauarbeiten, die vermutlich Ende September beendet werden, auch um die touristische Erschließung des Gebietes. So werde unter anderem die Ruine des ehemaligen Poch- und Waschwerkes gesichert. Dabei ist auch geplant, den Zugang zu dem Gelände sicherer zu gestalten. Eine Landschaftsgestalterin werde sich darum kümmern. Auch Wege, Geländer und eine Brücke werden während der Sanierungsarbeiten in Angriff genommen. Des Weiteren werden an dem historischen Kunstgraben zwei Informationstafeln und eine Schutzhütte aufgestellt.

Die Gesamtkosten für die Sanierung des Röhrgrabens betragen 182.000 Euro. Ein Großteil des Finanzbedarfs kann über Fördermittel gedeckt werden. Im Herbst des vorigen Jahres hat Landrat Frank Vogel den Fördermittelbescheid in Höhe von rund 146.000 Euro überreicht. Kurz danach begannen die Mitarbeiter des Besucherbergwerkes Zinngrube Ehrenfriedersdorf mit den ersten Arbeiten.

Der Röhrgraben war Ende des 14./Anfang des 15. Jahrhunderts entstanden. Er ist mehr als fünf Kilometer lang und zum Teil verrohrt. Die aktuellen Sanierungsarbeiten beginnen an der Stelle, wo der Röhrgraben offen ist, und verlaufen bis etwa zum Goldenen Adler Stollen.

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