Mehr Sicherheit für Fußgänger an der Herolder Straße

Die Idee ist nicht neu. Bereits 1997 gab es den Plan, an der Straße in Ehrenfriedersdorf einen Gehweg zu bauen. Mehr als 20 Jahre später könnte er nun Realität werden.

Ehrenfriedersdorf.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) beabsichtigt, eine Stützmauer an der Wilisch in Ehrenfriedersdorf zu erneuern. Konkret geht es um einen Bereich an der Herolder Straße. In den Vorberatungen zu dieser Maßnahme brachte die Stadt Ehrenfriedersdorf einen Plan ins Gespräch, der so schon 1997 im Raum stand: den Bau eines Gehweges. Aus diesem Grund will sich die Bergstadt quasi an das Bauvorhaben des Lasuv beziehungsweise der Gesellschaft für Verkehrswesen und ingenieurtechnische Dienstleistungen (List) mit dranhängen. "Der Verkehr auf der Straße hat zugenommen", sagte Bauamtsleiter Jens Reuther in einer Stadtratssitzung. Auch Radfahrer würden die Straße gern nutzen, haben allerdings Probleme den Kreuzungsbereich zur B 95 sicher zu überqueren. Der neue Gehweg soll somit auch von Radfahrern genutzt werden können. An der Bushaltestelle sei dann ein sicheres Queren möglich.

Nach jetzigem Stand muss die Stadt, um Platz für einen Fußweg zu haben, einem Hauseigentümer in dem Bereich ein Flurstück abkaufen. Die Kosten dafür werden aber aller Voraussicht nach überschaubar sein. Als die Pläne im Stadtrat vorgestellt worden, kam unter anderem die Frage auf, wie die B 95 von Fußgängern und Radlern passiert werden soll. "Ist eine Ampel vorgesehen?", fragte ein Rat. Gut wäre das schon, da waren sich alle einig. Bisher wurde eine Ampel aber nie genehmigt, sagte Reuther. Bürgermeisterin Silke Franzl will es aber wieder versuchen, auch wenn es ganz schwierig sei, eine Genehmigung auf einer Bundesstraße zu erhalten. Allerdings sei die Stelle, an der nach der Fertigstellung des Gehweges die Straße gequert werden soll, deutlich besser einzusehen. Weiterhin wurde angeregt, den Fußweg bis zur Bushaltestelle in Richtung Chemnitz zu erweitern. Das ist bisher nicht vorgesehen, soll aber nun mit geprüft werden, hieß es im Stadtrat.


Die Baumaßnahme wird laut Jens Reuther vermutlich erst im kommenden Jahr umgesetzt werden können. Im ersten Schritt wurden nun die Planungsleistungen für den Gehwegbau an ein Ingenieurbüro in Dresden vergeben. Dieses reichte ein Angebot in Höhe von etwas mehr als 11.000 Euro ein. Der Ehrenfriedersdorfer Stadtrat stimmte geschlossen dafür. Im Zuge der Bauarbeiten von Lasuv und List soll übrigens auch die Engstelle auf der Herolder Straße verschwinden.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...