Drei heruntergefallene Nüsse einfach ins Rosenbeet platziert

Gartenmeisterschaft: Mit einem selbst gezogenen Walnussbaum geht Heike Dittmann aus Olbernhau ins Rennen.

Der von Heike Dittmann gezogene Walnussbaum trägt in diesem Jahr erstmals Früchte.

Von Kristian Hahn

"Vor elf Jahren haben wir Bekannte in Tschechien besucht und dort unter einem Walnussbaum einige der heruntergefallenen Nüsse aufgesammelt", erinnert sich Heike Dittmann. Wieder zuhause im Olbernhauer Ortsteil Kleinneuschönberg angekommen, steckte die Hobbygärtnerin drei der Nüsse in die Erde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit dem selbst gezogenen Walnussbaum, der in diesem Jahr erstmals Früchte trägt, bewirbt sich Heike Dittmann bei der Gartenmeisterschaft der "Freien Presse" und der Raiffeisen Handelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG).

"Ich experimentiere gern und habe die Walnüsse damals direkt ins Rosenbeet platziert", sagt die 49-Jährige. Der Winter verging, die Nüsse waren schon in Vergessenheit geraten, als sich im Frühjahr ein kleiner Stängel zeigte, von dem Heike Dittmann zunächst gar nicht wusste, um was für ein Pflänzchen es sich denn da eigentlich handelte.

"Nach drei Jahren hatte sich dann schon ein etwa 80 Zentimeter hohes Walnussbäumchen entwickelt. Mittlerweile hatte ich mich auch belesen und wusste, dass der Baum 15 bis 20 Meter groß werden kann", so Heike Dittmann. Da dafür der Garten am eigenen Haus nicht ausreichte, suchte sie nach einem Ausweichquartier. Ein Nachbar gewährte dem heranwachsenden Baum Exil auf seinem weitläufigen Grundstück in sonniger Südlage.

"Seither wächst und gedeiht der Baum prächtig", berichtet die Gärtnerin. Bis zum vergangenen Jahr habe er jedoch noch keine Früchte getragen, doch in diesem Frühjahr habe sie die ersten kleinen Fruchtstände an dem mittlerweile etwa sechs Meter hohen Baum entdeckt. Nun wird in Kleinneuschönberg mit Spannung die Ernte erwartet. Derzeit beginnen die ersten Fruchthüllen aufzuspringen. "Ich freue mich schon darauf, die erste Nuss vom eigenen Baum knacken zu können, die dann hoffentlich auch noch gut schmeckt", sagt Heike Dittmann.

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