Leinölfest: Bis zu 20.000 Gäste erwartet

Am Wochenende steigt in Pockau-Lengefeld der Höhepunkt des Jahres. Vor allem auf den Festumzug wird schon hingefiebert.

Pockau-Lengefeld.

Die Vorbereitungen befinden sich in der heißen Phase. Es wird noch geschmückt und organisiert. Nur noch wenige Tage, dann beginnt in der Pockauer Ölmühle sowie im Mühlenviertel das 8. Leinölfest. Zwischen 15.000 und 20.000 Besucher werden am Wochenende erwartet.

"Wir sind auf der Zielgeraden", sagte gestern Martina Reichel von der Stadtverwaltung. Sie ist für die Vorbereitung des Festes mitverantwortlich. Die Stadt hat zum ersten Mal die Aufgabe inne und betritt somit Neuland. Sie erhält Unterstützung vom Heimat- und Mühlenverein - er hatte bislang das alle fünf Jahre stattfindende Fest vorbereitet und die Organisation aufgrund des zu hohen Aufwandes abgegeben. Zudem packen viele weitere Vereine, Ehrenamtler und Anwohner mit an.

Höhepunkt ist der Festumzug am Sonntag ab 14 Uhr. Er führt unter anderem über die Sorgauer Straße ins Mühlenviertel. Mehr als 100 Teilnehmer bringen sich ein. Die Festwagen werden gezogen, denn es handelt sich um Handwagen. Mit ihnen wird etwa die Historie dargestellt. Laut Ilona Ranft, Vorsitzende des Heimat- und Mühlenvereins, gab es einst im Ort drei Ölmühlen. Nur eine ist erhalten, sie geht auf das Jahr 1783 zurück und ist somit bereits 235 Jahre alt. Die Mühle beherbergt längst ein Museum. Beim Festumzug zeigen die Teilnehmer auch die Verarbeitung des Flachses. Dafür wurden die Pflanzen vor einigen Wochen eigens in Forchheim aus dem Boden gezogen. "Mit der gesamten Wurzel", wie Ilona Ranft betont. "Schließlich wurden die Pflanzen früher komplett verwendet", erklärt sie. "Die Fasern reichen bis in die Wurzeln." Zudem wird unter anderem die Herstellung des Öls aus den Samen veranschaulicht.

Weiterer Höhepunkt: Im Kleinerzgebirge Oederan wird künftig ein drittes Pockauer Modell zu sehen sein - das Ölmüllerhaus, in dem der Ölmüller lebte. Es wird zur Eröffnung am Samstag ab 10 Uhr präsentiert und eingeweiht. Im Kleinerzgebirge gibt es bereits Modelle der Ölmühle sowie der Amtsfischerei.

Damit nicht genug: Ein Bühnenprogramm mit Musik ist geplant. Im Mühlenviertel kann historisches Handwerk ausprobiert werden. Es gibt in Leinöl gebackene Latschen, also Kartoffelpuffer. Im Schlagbauergut wird Brot gebacken.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro. Kinder bis 14 Jahren dürfen kostenlos dabei sein.


Auf der Bühne geht es musikalisch zu

Samstag, 10 Uhr: Eröffnung des Leinölfestes mit der Pockauer Kantorei auf der Bühne. Anschließend zeigen die Kinder der Pockauer Grundschule, der Kindertagesstätte, des Pockauer Carneval Clubs (PCC) und des Turnvereins Pockau ihr Können.

Ab 13 Uhr: Der Männergesangverein

1861 Reifland tritt auf der Bühne auf. Zudem sind die Flöhataler Jagdhornbläser, De Pascher, De Haamitleit und De Ranzn zu hören. Am Nachmittag gibt es Straßenmusik von

Hans Spielmann & Gespielin sowie von Akustik leis.

Ab 18.30 Uhr: Musik von Caprice

am Erzgebirgshotel Bergschlößchen.

Ab 20 Uhr stehen Team Azur und Four2Late auf der Bühne. Es gibt einen Show-Tanz des PCC.

Sonntag, ab 9.30 Uhr: Auf der Bühne findet ein Festgottesdienst statt und ab 11 Uhr ein Musikalischer Frühschoppen mit dem Blasmusikverein

Flöhatal.

14 Uhr: Start des Festumzuges, anschließend treten auf der Bühne die Musikband Erzgebilly und die VHS-Klampfer aus Olbernhau auf.

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