Zahlreiche Aufträge für Zöblitzer Rathaus vergeben

Für Oberbürgermeister André Heinrich ist der Ausbau ein "wesentlicher Beitrag zur Ankurblung der Wirtschaft". Die ersten 1,6 Millionen Euro fließen dazu zum Großteil an regionale Unternehmen.

Marienberg/Zöblitz.

Noch ist es baufällig, das ehemalige Rathaus im Marienberger Ortsteil Zöblitz. Das soll sich bald ändern. Der Stadtrat hat einstimmig 15 Angebote von öffentlichen Ausschreibungen angenommen, um das Gebäude wieder auf Vordermann zu bringen. Ende 2022, spätestens Anfang 2023 soll das Haus dann wieder die Stadtbücherei, das Bürgerbüro und die Begegnungsstätte beherbergen, die derzeit umgezogen sind. Auch für einen Arzt soll Platz sein.

Einen Interessenten für die Praxis gibt es bereits, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Doch bevor es soweit ist, müssen zahlreiche Arbeiten erledigt werden. Das Gebäude soll energetisch saniert, in Sachen Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht und barrierefrei erschlossen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 2,5 Millionen Euro, wovon die Stadt gut eine Million übernimmt. Das sind knapp 250.000 Euro mehr als ursprünglich für die Haushaltsjahre 2016 bis 2021 geplant. Hintergrund der Kostensteigerung sind laut Stadtverwaltung die konkreteren Daten, die inzwischen für die Planung vorliegen. Die Stadträte stimmten den erhöhten Kosten geschlossen zu.

Auch bei der Annahme der ersten 15 Lose gab es keinen Dissens im Rat. Die Aufträge beinhalten zum Beispiel die Abbrucharbeiten, die im Oktober starten sollen, sowie die Installation eines Aufzugs.

Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos) freute sich darüber, dass ein großer Teil der Aufträge an Unternehmen in der Region gingen, so zum Beispiel fünf an Unternehmen in Marienberg, zwei an Betriebe in Olbernhau, einer an eine Firma in Deutschneudorf und einer nach Lößnitz. André Heinrich: "Wir leisten somit einen wesentlichen Beitrag zur Ankurblung der Wirtschaft." Den längsten Anreiseweg haben übrigens Handwerker aus der hessischen Stadt Bebra. Sie erhielten den Zuschlag für die Abbrucharbeiten.

Zufrieden war OB Heinrich auch damit, dass die Kostenschätzungen für die ersten 15 Lose in etwa den eingegangenen Angeboten entsprachen. Insgesamt lagen die 1,6 Millionen etwa 128.400 Euro unter den von Experten angesetzten Kosten für die Aufträge. Stadtrat Alfred Wosnitzka (Die Linke), selbst Zöblitzer, bedankte sich beim Stadtrat, dass die Beschlüsse einstimmig angenommen wurden.

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