Zehnjähriges Engagement trägt Früchte

Auch wenn keine Zeit zum Feiern blieb, so ist die Zschopauer Feuerwehr dochstolz aufeinJubiläum. Dabei geht es um die Arbeit mit Kindern.

Zschopau.

Für ihre jahrelangen Verdienste sind kurz vor dem Jahreswechsel mehrere Kameraden der freiwilligen Feuerwehren Zschopau und Krumhermersdorf ausgezeichnet worden. Auf stolze sieben Jahrzehnte können die beiden erfahrensten unter ihnen zurückblicken: Werner Gläser und Manfred Köhler. Da wirken die zehn Jahre, für die Katrin Hildebrandt und Peggy Mayerhofer Urkunden und Blumen erhielten, vergleichsweise bescheiden. Allerdings hatte das Duo noch einen Grund zum Feiern, denn mit dem Beginn ihrer Dienstzeit riefen die Frauen die Kinderwehr der Freiwilligen Feuerwehr Zschopau ins Leben.

"Mit einem Elternabend für interessierte Familien ging es im November 2010 los", erinnert sich Katrin Hildebrandt. Wenige Wochen später trafen sich zehn Kinder zum ersten Mal, um gemeinsam zu üben, zu lernen und zu lachen. "Der Spaß steht natürlich im Vordergrund, wenn wir uns spielerisch der Brandschutzerziehung widmen", sagt die Frau von Wehrleiter Mike Hildebrandt. Fügt aber auch an: "Zugleich achten wir auf Ordnung und Disziplin, denn Struktur ist in der Feuerwehr sehr wichtig."

Dass Katrin Hildebrandt als Lehrerin arbeitet, ist zu spüren. Statt strenger Regeln macht sich das allerdings eher an ihrem pädagogischen Konzept bemerkbar. Um die Aufmerksamkeit der 14 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis acht Jahren zu erlangen, müssen sich die 51-Jährige und ihre Stellvertreterin Peggy Mayerhofer einiges einfallen lassen. Nicht nur Spiele sind dabei gefragt. "Wir gehen auch regelmäßig in die Fahrzeughalle und schauen uns die Technik an", berichtet Katrin Hildebrandt, die außerdem mit der Jugendwehr kooperiert. In Diensten mit den bis 16-Jährigen, deren Gruppe schon deutlich länger existiert als die Bambini, geht es zum Beispiel um Erste Hilfe und Teamfähigkeit.

Aktuell können sich die Kinder wegen der Corona-Pandemie zwar nicht wie gewohnt jeden zweiten Mittwoch treffen, aber das Interesse ist weiter da. "Wir haben sogar eine Warteliste", sagt Katrin Hildebrandt, die das Projekt nicht nur wegen der großen Resonanz als gelungen bezeichnet. Auch die Tatsache, dass einige der ersten Kinder der Gruppe bald in die Aktiven-Wehr wechseln, erfüllt die Leiterinnen mit Stolz: "Mit so einem Erfolg hatten wir 2010 nicht gerechnet."

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