Zeit der Notlösungen ist vorüber

Eine Stützmauer in Wilischthal wird saniert. Anwohner und Gewerbetreibende müssen nicht nur dort mit Einschränkungen leben.

Wilischthal.

Laut Bürgermeister Sylvio Krause gibt es in Amtsberg in diesem Jahr so viele Baustellen wie noch nie zuvor. Was bislang nur nach einem Plan klang, wird für die Anwohner nun zur Realität. Ein Projekt nach dem anderen beginnt, wobei der Breitband-Ausbau bislang den Großteil ausmachte. Nun kommen zwei weitere Baustellen hinzu. Seit Beginn dieser Woche wird an der Badstraße in Dittersdorf gearbeitet sowie an der Schlösselmühle in Wilischthal. Die dortige Kreisstraße K 8175 bleibt voraussichtlich bis Ende Juni gesperrt, weil die Stützmauer am Hang auf einer Länge von 120 Metern erneuert wird.

"Zunächst erfolgt eine Erstsicherung mit Spritzbeton. Dann beginnen wir mit dem Abtragen der Erdmassen und den Abbrucharbeiten", erklärte Bauleiter Thomas Meyer von der beauftragten Freiberger Firma am Dienstag, als die Technik inklusive Baucontainer installiert wurde. Vorgesehen ist ein Ersatzneubau mit partieller Instandsetzung der alten Stützwand, die den Sicherheitsansprüchen schon länger nicht mehr gerecht wurde. Eine Sanierung war vom Landratsamt seit Jahren geplant, ließ sich aber wegen Unstimmigkeiten mit dem ehemaligen Besitzer des Geländes der ehemaligen Papierfabrik zunächst nicht realisieren. Nach vorübergehenden Notlösungen wird das Projekt nun in die Tat umgesetzt, wobei die Kosten laut Pressesprecherin Jutta Leonhardt vom Landratsamt reichlich 282.000 Euro betragen. Rund 83 Prozent davon werden über Fördermittel finanziert.


Als Baulastträger der Kreisstraße ist das Landratsamt für das Projekt zuständig. Eine verkehrstechnische Abstimmung mit der Gemeinde war aufgrund der steigenden Zahl an Baustellen jedoch dringend notwendig. Die Umleitung führt durch Gelenau und Weißbach, wo demnächst auch die Waldstraße, die Grießbacher Straße und die August-Bebel-Straße für Bauzwecke gesperrt werden. "An Baustellen muss man sich dieses Jahr in Amtsberg gewöhnen", sagt Sylvio Krause, der sein Bedauern für ortsansässige Wirtschaftsunternehmen wie das Hotel "Villa Wilisch" äußert. Auf längere Sicht profitiere aber die gesamte Kommune von den Arbeiten. Deshalb hofft er auch auf das Verständnis der Anwohner - und gleichzeitig auf deren Mithilfe. Zum Beispiel bei der Müllentsorgung. Weil einige Wohnbereiche für die Transporter wegen der aktuellen Behinderungen nicht zu erreichen sind, wäre es an einigen Stellen nützlich, Mülltonnen beziehungsweise Gelbe Säcke an erreichbaren Stellen zu positionieren. "So etwas lässt sich derzeit nicht vermeiden", sagt Krause.

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