Zentrum für Pflege kommt in alte Schuhfabrik

Wohnungsgesellschaft in Zwönitz agiert jetzt als Bauherr

Zwönitz.

Es soll so etwas wie das Schlaraffenland für betagte Senioren werden. In der früheren Schuhfabrik in Zwönitz entsteht ab 2017 ein neues Pflege- und Gesundheitszentrum - mit Tiefgarage, Tagespflege, therapeutischen Praxen und 40 altersgerechten Ein- und Zweiraum-Wohnungen. Außerdem können die Bewohner einen Betreuungsdienst, etwa fürs Einkaufen und Putzen, hinzubuchen, der ihnen das Leben erleichtert.

Bauherr ist die städtische Wohnungsgesellschaft. Geschäftsführer Jens Killian rechnet für das Mammut-Projekt mit knapp vier Jahren Bauzeit. Immerhin gilt es, fünf Etagen mit jeweils 1000 Quadratmetern auf Vordermann zu bringen. An der Rückseite des Gebäudes sind einzelne Balkonanbauten vorgesehen; an der Stirnseite wird ein Aufzug montiert. Im obersten Geschoss sollen zudem 20 Loftwohnungen entstehen. Der Kaltmietpreis: 6 bis 7 Euro pro Quadratmeter.

Bereits in den nächsten Monaten sollen die Entrümplungsarbeiten an der Franz-Schubert-Straße starten, im Sommer die Sanierung. "Fußboden, Innenwände, Heizungsinstallationen - alles kommt raus. Wir modellieren das Haus von innen neu", erklärt Killian.

1928 war das Gebäude von Karstadt als Strumpffabrik errichtet worden. Später wurde daraus eine Schuhfabrik; nach der Wende wechselte die Immobilie den Besitzer und diente als Produktionsstätte für Lampen. Seit der Insolvenz der Leuchtenbaufirma im Jahr 2012 verfällt der Bau nun zusehends.

Deshalb will die Stadt handeln. Das Gebäude sei allein aufgrund seiner Größe prägend für Zwönitz, sagt Bürgermeister Wolfgang Triebert (CDU). "Zudem liegt es mitten am Plattenbaugebiet. Wir wollen es nicht zum Schandfleck verfallen lassen." Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf knapp acht Millionen Euro.

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