Für Bürger öffnet ein Stadtteilbüro

Susanna Müller nimmt sich der Sorgen und Wünsche der Bewohner aus Heide und Rockelmann an. Los geht es am 2. Juni.

Schwarzenberg.

Für die Bürger im Schwarzenberger Stadtteil Heide sowie dem angrenzenden Wohngebiet Rockelmann gibt es nun eine zentrale Anlaufstelle: das neue Stadtteilbüro im Gebäudekomplex an der Wendeschleife der Buslinie. Dort wird künftig Susanna Müller sich den Sorgen und Problemen der Leute annehmen, hieß es bei der Eröffnung des Büros in dieser Woche.

Gute Erfahrungen habe die Stadt mit einer solchen Anlaufstelle bereits im Stadtteil Sonnenleithe gemacht. Nach dem gleichen Muster will man nun in Heide arbeiten: Die Arbeiterwohlfahrt übernimmt die Aufgabe, die über das Projekt "Soziale Stadt" finanziell zu je einem Drittel von Bund, Land und Stadt gefördert wird und sich dem Quartiersmanagement widmet. Der Stadtteil ist in die Jahre gekommen. Die Sorgen und Probleme der Mieter, die einst als junge Familien hier einzogen, sind heute andere. Und doch kommen auch junge Mieter nach.

"Ich will für die Leute da sein, zuhören, Angebote schaffen, vielleicht gelingt es mir ja, eine Art Stammtisch zu etablieren", sagt Susanna Müller und meint damit eine Plattform für einen regen Austausch. Es geht um Wünsche der Bewohner im Hinblick auf Veränderungen. Doch was konkret das sein könnte, soll von den Bürgern selbst vorgeschlagen werden. Schließlich lebten sie dort. "Ich würde mir wünschen, dass es rege angenommen wird", so Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU) zu Eröffnung. Bei dieser waren auch Vertreter der beiden Großvermieter zugegen. Uwe Matthe, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft, zu der das Objekt gehört, in dem sich das neue Stadtteilbüro befindet, verrät weiterführende Pläne. Denn schon ab August soll der Flachbau an der Wendestelle ein neues Dach und eine farbenfrohe Fassadengestaltung erhalten. Kosten: rund eine halbe Million Euro, davon 100.000 Euro Fördergeld.

Der bisherige "Heidetreff" am Lindenweg schließt Ende Juni. "Das Angebot für die Leute bleibt aber durch das neue Büro erhalten", sagt Michael Eisenberg, Geschäftsführer vom "Gut Förstel" in Langenberg. Seine Einrichtung und die Arbeiterwohlfahrt Erzgebirge (Awo) hatten den "Heidetreff" eingerichtet. "Da hatten wir Pöhla noch nicht. Und überall muss ja Personal hin. Wir sind froh, dass die Awo das Büro übernimmt", sagt Eisenberg. Es sei eine gute Entscheidung gewesen.

Das StadtteilbüroHeide/Rockelmann, Am Lindengarten 2, ist vorerst montags und dienstags 8.30 bis 13.30 Uhr, mittwochs 13 bis 18 Uhr sowie jeden letzten Samstag im Monat 9 bis 12 Uhr geöffnet. Ruf: 03774 6623535

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.