Fast alles auf Anfang beim zweiten Anlauf zur OB-Wahl

Am Sonntag sollten sich die Schwarzenberger für ein neues Stadtoberhaupt entscheiden. Der Termin wurde wegen Corona verschoben. Ab Montag ist es nun möglich, Wahlvorschläge abzugeben.

Schwarzenberg.

Wer sitzt ab dem 1. November auf dem Chefsessel im Schwarzenberger Rathaus? Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU) geht auf eigenen Wunsch vorzeitig in den Ruhestand. Als das Landratsamt den ursprünglichen Termin 14. Juni für die Wahl des neuen Stadtoberhaupts wegen Corona aufhob, hatten schon fünf Bewerber ihren Hut in den Ring geworfen. Die CDU stellte Ruben Gehart auf, Bündnis 90/Die Grünen nominierten Roland Küblböck, und Die Partei schickte Hannah Snella ins Rennen. Zudem erklärten Lilly Vicedom und Jörg Schale, dass sie als unabhängige Bewerber antreten.

Nun also der zweite Anlauf zur OB-Wahl. Sie soll am 20. September stattfinden, ein eventueller zweiter Wahlgang am 11. Oktober. Ab Montag, 15. Juni, bis 16. Juli, 18 Uhr können Parteien, Wählervereinigungen und Einzelbewerber ihren Wahlvorschlag beim Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses, Tilo Weiß, im Rathaus schriftlich einreichen.

Das betrifft auch jene Vorschläge, die schon vorlagen, als der Wahltermin 14. Juni Makulatur wurde. Das förmliche Einreichen der Wahlvorschläge und das Sammeln der Unterstützungsunterschriften müssen wiederholt werden - nicht aber die Nominierungsversammlungen der Parteien, war aus dem Innenministerium in Dresden zu erfahren.

Wer benötigt 80 Unterstützungsunterschriften, um als Kandidat auf dem Wahlzettel aufzutauchen? Vorschläge von Parteien, die im Sächsischen Landtag oder im Stadtrat Schwarzenberg vertreten sind, müssen diese Hürde nicht nehmen. Dies gilt auch für den Vorschlag einer Wählervereinigung, allerdings mit einer Bedingung: Unterschrieben sein muss er von der Mehrheit der für diese Vereinigung Gewählten, die dem Stadtrat zum Zeitpunkt des Vorschlag-Einreichens angehören.

Alle anderen Bewerber brauchen unterstützende Unterschriften. Diese können ab dem ersten Arbeitstag nach dem Einreichen des jeweiligen Wahlvorschlages bis 16. Juli, 18 Uhr im Bürgerservice im Rathaus an der Straße der Einheit zu den Sprechzeiten geleistet werden. Der Unterstützer muss ein in Schwarzenberg Wahlberechtigter sein, die Unterschrift eigenhändig leisten und sich auf Verlangen über seine Person ausweisen. Zu beachten ist außerdem, dass ein Wahlberechtigter seine Unterstützungsunterschrift nur für einen der Wahlvorschläge leisten darf.

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