Fast jedes dritte Schulkind ist erschöpft

Der Lerndruck steigt. Ärzte sprechen auch in Sachsen von einer beängstigenden Entwicklung und fordern Konsequenzen.

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1616 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Interessierte
    14.04.2015

    Das hier nennt man nun wohl :
    "Kindheit in der BRD"

    Da fließen die Tränen , weil man keine schöne sorglose Kindheit hat , weil man gedrillt und gemobbt wird und wenig Freunde hat ...
    Zitat:
    Sie kommen aus der Schule und lernen.
    Sie sagen Treffen mit Freunden ab und lernen.
    Für sie zählt nur die Note Eins in jedem Test und ein sehr gutes Abitur.
    Spielen? Spaß? Gute Laune? Selten.
    Was auf den ersten Blick nach vorbildlichen Schülern klingt, bereitet Sorgen.
    depressive und erschöpfte Kinder
    schulischer Probleme und Stress
    Burn-out, Tendenz steigend
    Abschluss, das sorgt für die Kinder für Druck

    Buch "Die Kinder-Krankmacher"
    "Die Eltern sind im Förderwahn."
    50 Prozent der Schüler mit Nachhilfeunterricht
    der Spaß am Lernen bleibt auf der Strecke.
    angeknackstes Selbstwertgefühl
    Die Kinder fallen zu Bildungsverlierern ab
    für super Abi-Note werden Psychopillen eingesetzt.
    Die Pille wird zum Erziehungshelfer
    Seit vier Jahren nimmt sie Ritalin
    Mehr als 325 000 Schüler leiden an ADHS
    Verordnungszahlen von Antidepressiva
    Betroffene Kinder sind dauerhaft erschöpft und lustlos
    herauszufinden, warum dem Kind nichts mehr Spaß macht.
    Burn-out können auch Depressionen stecken
    "Ist dir manchmal alles zu viel?"
    Bejaht es das , ist es gut , sich professionelle Hilfe bei einem Arzt zu holen …

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    Interessierte
    14.04.2015

    Da gab es einmal ein Dokumentation :
    "Kindheit in der DDR"

    Da wurde erzählt , wie die Kinder zusammen in der Krippe waren und zusammen in den Kindergarten gekommen sind und dann zusammen in die Schule gegangen sind und in das Pionierlager gefahren sind und die erste Leibe gefunden hatten und mit 9 Jahren geheiratet hatten und - wie die Tränen geflossen sind , wenn es wieder nach Hause ging …

    Und wie alle Schlüsselkinder waren und für sich selbst verantwortlich waren und selbständig geworden sind und wie sorglos das alles ging ...
    Und die Schule war kein Problem , die hatte man nebenbei mit gemacht und zum guten Abschluß mit einer guten Ausbildung gebracht …
    Und wie man gerne in die Schule gegangen ist und was man alles werden wollte und auch werden konnte ..

    Und - wie man mit der Wende seine so viel geliebten Schulbücher hergeben mußte und sich nun an neue und nüchterne Bücher gewöhnen mußte und nicht mehr werden konnte , was man wollte , weil es die Ausbildungsbetriebe gar nicht mehr gab ...
    Und auch welche auf der Strecke blieben und nun von Hilfsprogrammen leben ...

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    gelöschter Nutzer
    08.04.2015

    Als 3-fache Mutter und Referentin im Bildungsbereich bin ich seit langem bestrebt etwas am/im Bildungssystem im Sinne unserer Kinder zu verändern. Mittlerweile ist mir klar, dass wir nicht darauf warten können, dass die Politik hier tätig wird. Eine Veränderung erreichen wir nur durch "unten". Eltern und Lehrer haben eine gemeinsame Verantwortung. Hierzu kann ich nur ein Buch "Lernen im Kühlschrank" empfehlen, in dem der Autor super recherchiert, spannend formuliert und wertschätzend den Zustand des Bildungssystems und die Rollen aller Beteiligten verdeutlich und Wege aufzeigt, wie man für bessere Lernbedingungen sorgen kann. Mit seinem Konzept der "Emotionalen Didaktik" gibt Michael Kobbeloer Lehrern, Fortbildnern etc. Methoden an die Hand, die zu einem besseren Lernklima, einen wertschätzenden Umgang und letztendlich für nachhaltiges Lernen und (man höre und staune) Freude am Lernen führen. Und "nur" dadurch, dass man sich wieder bewusst wird, wie wichtig und bedeutsam Emotionen für Lernprozesse sind. Damit kann sich keiner mehr verstecken und behaupten "Ich kann doch eh nichts ändern.". Nicht meckern, machen!

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    beast1318
    08.04.2015

    @vomdorf wo solche Aufgaben heutzutage noch aufgebrummt werden wollen Sie wissen? In einer Schule in Zwönitz in der 5. Klasse zum Beispiel .... Sie können sich jetzt sicherlich denken, dass die sinnlose Strafarbeit an mein Kind vergeben wurde ....

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    GrafZ
    07.04.2015

    Die Abneigung gegen staatliche Schulen bezog sich nicht auf Ihren Kommentar, aardvark. Ich kann Ihre Einstellung verstehen. Mir ist jedoch schon mehrfach aufgefallen, dass Eltern, die ihre Kinder nicht in staatliche Schulen bringen, mit einer Mischung aus Resignation und Zynismus über das staatliche Schulsystem reden und sich gratulieren, nicht zu den anderen zu gehören. Da geht es dann auch schnell um soziale, sprich monetäre Abgrenzungen nach unten, die etwas verklärt begründet werden. Ein Bewusstsein, bildungspolitisch Veränderungen herbeizuführen, sehe ich indes kaum, schließlich ist es ja nicht das eigene Problem mehr.

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    gelöschter Nutzer
    07.04.2015

    Sicher , GrafZ, würde ich mir wünschen, alle Schulen in Chemnitz wäre wie das Chemnitzer Schulmodell, das sind sie aber nicht. Und weil dem 1.) nicht so ist und man trotzdem 2.) seinem Kind solche Lernformen ermöglichen möchte, bewirbt man sich halt bei solchen Schulen. Sie können doch den Eltern nicht vorwerfen, dass die Kultusminister in Sachen aktueller Pädagogikforschung hinterherhinken. Auch kann man das den Freien Schulen nicht vorwerfen. Im Gegenteil, sie sollte Vorreiten sein, an denen sich die staatlichen Schulen durchaus orientieren können. Ich kenne da auch Kooperationen zwischen staatlichen und freien Schulen zum Erfahrungsaustausch, nur dürfen halt viele "normale" Schulen nicht so, wie sie vielleicht wollen. Eine Feindschaft gegenüber staatlichen Schulen kann ich hier nicht erkennen.

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    GrafZ
    07.04.2015

    Ich verstehe die fundamentale Feindschaft gegen staatliche Schulen nicht, zumal ich die Haltung, dass die Eltern ausschließlich bestimmen dürfen, was sie ihrem Kind zumuten, bedenklich finde.

    aardvark, Sie haben natürlich Recht, dass Geld allein nichts ändert, sondern bessere Methoden und Konzepte angewendet werden müssen. Der Zugang zu besseren Lernkonzepten sollte aber allen ermöglicht werden und nicht nur Wenigen, die sich das leisten können.

    Es ist ja klar, dass man seinem Kind nur das Beste ermöglichen will und deshalb mancher auf private Schulen oder alternative Modelle zurückgreift. Gesellschaftlich ist dies aber eine Bankrotterklärung, weil damit bereits bei Kindern der soziale Aufstieg (oder Abstieg) vorherbestimmt ist.

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    gelöschter Nutzer
    07.04.2015

    @Fnord2317 "Freie Schulen versuchen tw. dem zu entkommen, was natürlich nicht gelingen kann, denn Freie Schulen sind alles andere als frei. "

    Darf ich fragen, welche bzw. wie viele freie Schulen sie richtig gut kennen, als z.B. als Elterteil dort lernender Kinder?

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    gelöschter Nutzer
    07.04.2015

    Für mich geht es eher um die grundsätzliche Frage: Was mache ich als Personensorgeberechtigter/-verpflichteter, wenn ich das alles so nicht akzeptiere?
    Wenn mir Lehrpläne, Zensuren egal sind und ich mein Kind davor nicht beschützen kann, weil ich verpflichtet bin mein Kind 7:30 Uhr an einem bestimmten Ort abuzstellen? Einflußmöglichkeit geht gegen null!

    Ich will keinen überzeugen was besser oder schlechter ist für sein Kind. Wenn Eltern der Meinung sind, dass eine 35 Stunden- Woche in der Schule noch durch Hausaufgaben, Lernen und Nachhilfe aufgewertet werden muss, dann kann das jeder gerne tun. Jeder hat das Recht, sein Kind durch die Mangel drehen zu lassen.

    ABER: Ich möchte das nicht! Was nun? Welche Möglichkeiten habe ich? Es gibt für mich Keine Alternative, die mich nicht kriminalisiert.

    Freie Schulen versuchen tw. dem zu entkommen, was natürlich nicht gelingen kann, denn Freie Schulen sind alles andere als frei. Eltern die das so alles nicht mehr akzeptieren suchen trotzdem in FS eine Alternative. Die Bewerbungen um einen Platz sind viel höher, als Plätze vorhanden sind.

    Wir könnten ja auch die reine Schulanwesenheitspflicht mal in Frage stellen. Huuu, das geht ja bei vielen gar nicht. Über den Staat wird zwar regelm. geschimpft, aber seine Kinder überlässt man diesem natürlich gern kommentarlos. Diese Gedankengrätsche verstehe wer will. Kommt Zeit - kommt Veränderung. VG

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    gelöschter Nutzer
    07.04.2015

    ich denke, mehr Geld alleine ändert erstmal nicht viel. Die pädagogischen Konzepte müssen dringend angepasst werden, ich bin da ganz bei KristinS., da ich aus eigener Erfahrung mit zwei Kindern in einem alternativen Schulmodell mit neusten pädagogischen Lehrmethoden sagen kann, es klappt. Die Kinder lernen viel und gut und haben Spaß dabei - und nein, erschöpft und ausgebrannt sind meine Kinder nicht.

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    GrafZ
    07.04.2015

    Ich denke, die Diskusion, ob Eltern oder Lehrer an dieser Misere Schuld sind, gibt es schon sehr lange. Vor allem sind die Anforderungen an alle gestiegen. Welcher Lehrer, aber auch welche Eltern, die über 40 sind, können schon mit den neuen Möglichkeiten und gewollten Anforderungen, was von den Kleinen alles erwartet wird mithalten. Die Kinder werden dann einfach sitzen gelassen, weil manche Eltern und Lehrer ihnen schlicht nicht helfen können.

    Nachdenklicher ist da der Kommentar von KristinS, weil sie ja auf die richtige Lösung (kleinere Klassen, besser ausgebildete Lehrer etc) hinweist. Nur das kostet. Und dass dies die staatlichen Schulen kaum noch leisten können, ist das eigentliche Problem. Aber solange Sachsen sich als Sparweltmeister feiert, ist diese Spaltung der Gesellschaft schon bei den Kleinsten kein Wunder. Leider werden seit Monaten solche realen Probleme von dem ganzen Pegidaquatsch übertönt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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    vomdorf
    07.04.2015

    @Deluxe: bitte scheren sie nicht alle lehrer über einen kamm. es gibt durchaus noch welche, bei denen das tafelbild im vordergrund steht, die so wenig wie möglich kopieren, die auch kein buntes arbeitsheft brauchen, die der meinung sind, dass eine lesbare schreibschrift ein stück unserer kultur ist, die die kopien natürlich lochen, damit sie sofort eingeheftet werden können ( manchmal muss es eben sein)...allerdings müssen sich solche lehrer vorwerfen lassen, keinen *modernen* unterricht zu machen.

    @beast1318: wo bitte werden denn heute noch solche sinnlosen *strafarbeiten* angewendet? bei grundschülern müsste man viel eher die eltern schreiben lassen: ich habe die pflicht, mich um die schulsachen meines kindes zu kümmern und TÄGLICH zu kontrollieren (notfalls heimlich, wenn das kind schläft, besser aber natürlich mit ihm zusammen) und dafür zu sorgen, dass es alle sachen im ranzen hat.
    und wenn eltern das 100 mal geschrieben haben klappt das sicher. ;-)))))))))

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    beast1318
    07.04.2015

    Und manchmal hilft es auch, wenn man Pädagogen drauf hinweist, dass man im Jahre 2015 lebt und nicht um 1930 herum. Wo soll bitteschön die Freude am Lernen herkommen, wenn wegen eines vergessenen Heftes Strafaufgaben - wie 20 mal Abschreiben einer Aufgabe - aufgebrummt werden? Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass da die Frage an das Lehrpersonal nach dem "pädagogischen Sinn " dieser Strafarbeit keine zufriedenstellende Antwort an die Eltern geben kann. ...

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    vomdorf
    07.04.2015

    @KristinS: oder die eltern akzeptiern einfach mal die leistungsgrenze ihreres kindes und sagen ihm, dass in diesem land auch gute arbeiter gebraucht werden. dazu muss man nicht unbedingt seinen namen tanzen können.
    bei unserem kinderarzt hing früher immer ein spruch, den sich viele eltern einfach mal als leitfaden nehmen sollten:

    Kinder sind wie Uhren-
    man darf sie nicht immer aufziehen, man muss sie auch mal gehen lassen.

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    Deluxe
    07.04.2015

    Wenn man sieht, mit welchen Lernmaterial-Mengen die heutigen Grundschüler von ihren Lehrern bombardiert werden, ist das alles doch kein Wunder...

    Bis zu 15 Kopien am Tag, die selbständig gelocht, ausgefüllt und eingeheftet werden sollen, dazu unzählige Arbeitshefte, alles bunt, bunter am buntesten, hoffnungslos übergestaltete Klassenzimmer und Flure - jede Menge Reizüberflutung.

    Wo uns früher ein Lehrbuch und ein graues Schreibheft pro Fach genügte, um erstmal die Grundlagen zu lernen, muß heute überall versucht werden, ein buntes Geflimmer von Reizen zu schaffen.
    Statt Tafelbildern machen es sich überlastete Lehrer von 30-Mann-Klassen einfacher, indem sie einen Stapel kopierte Arbeitsblätter verteilen.

    Das alles überfordert viele Kinder...
    Wenn Schule mal wieder auf's Wesentliche reduziert würde, besonders in den ersten Jahren, könnte man den Streß-Effekt schonmal reduzieren.
    Aber statt dessen glaubt man, Kinder mit buntem Klamauk besser anzusprechen.

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    KristinS
    06.04.2015

    ... und manchmal hilft dann nur ein Schulwechsel mit eben den angesprochenen kleineren Klassen, motivierteren Lehrern und anderen pädagogischen Konzepten. Nur leider ist das nur für wenige Eltern bezahlbar und die Plätze sehr knapp. Aber aus Erfahrung kann ich sagen, der Weg kann sich lohnen.