Fichtelbergläufer trotzen dem Wetter

Trotz widriger Umstände haben 220 Starter Sachsens höchsten Gipfel im Laufschritt erklommen. Am Ende triumphierten Wiederholungstäter.

Neudorf.

Temperaturen unter fünf Grad Celsius, Dauerregen und mäßiger bis starker Wind haben den Teilnehmern des 33. Fichtelberglaufs am Sonnabend arg zu schaffen gemacht. "Wir sind wettertechnisch verwöhnt gewesen", so Claus Vogel, Vorsitzender des gastgebenden SV Neudorf. Diesmal aber herrschte richtiges "Fichtelberglaufwetter" - Nebel hüllte das Dach Sachsens in einen Schleier. Auf zwei Grad über Null sank das Thermometer auf dem Gipfel, der später sogar Schneegriesel abbekam.

220 Läufer und somit nur fünf weniger als im Vorjahr ließen sich den Kult-Berglauf im Osten dennoch nicht entgehen und schwärmten, beginnend an der Spindelfabrik Neudorf, ins Fichtelberggebiet aus. "Da sich die Veranstalter des parallel laufenden Orientierungswettstreits im Mountainbike früh mit uns abgestimmt hatten, gab es keine Beeinträchtigungen", so Organisations-Chef Andreas Roscher, der seinen mehr als 35 Helfern ein noch dickeres Lob aussprach. Schließlich hatten sie ebenso mit den widrigen Umständen zu kämpfen. Nach 9,1 Kilometern und 550 Höhenmetern gab es für die Läufer Decken und Tee von den Inhabern des Fichtelberghauses. Der Erste, der zugreifen konnte, war wie im Vorjahr Marc Schulze vom Citylauf-Verein Dresden, der in 37:06 Minuten nur 22 Sekunden langsamer war als 2018. Umso deutlicher der Vorsprung auf den Zweiten, Johannes Neuber vom SC Norweger Annaberg: Der 18 Jahre alte Königswalder, in der Vorwoche Altersklassen-Zweiter beim Berlin-Marathon, schaffte eine neue persönliche Bestzeit (39:40 min). Vier Sekunden dahinter: Radek Sednev von Triatlet Karlovy Vary. Der 27-Jährige Tscheche war 2017 noch 40 Sekunden schneller als Neuber.

Bei den Frauen kam Weltcup-Skilangläuferin Petra Novaková vom LK Slovan Karlovy Vary wie 2011 und 2015 als Erste oben an. 42:36 Minuten waren die zwölftschnellste Zeit für die 27-jährige Streckenrekordhalterin (2015, 40:53). Platz 2 schnappte sich Hanna-Michéle Hermann vom PSV Schwarzenberg (46:22), Dritte wurde Anna-Maria Leipziger (47:35). Als ältester Teilnehmer benötigte Werner Fankhänel, Jahrgang 1941, knapp 71 Minuten. Für den Vogtländer war es die 33. Teilnahme, ebenso wie für den Ascherslebener Heinz Wöhlert. "Bis zum 80. Geburtstag will Werner Fankhänel noch mitmachen, solange er nicht Letzter wird. Aber dann renne ich hinter ihm ins Ziel", so Claus Vogel schmunzelnd.

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