Finanzierung für Gedenkstätte Hoheneck steht fast

Die Dauerausstellung im ehemaligen Frauengefängnis Hoheneck soll 1,42 Millionen Euro kosten. Die Stadt bekommt das Vorhaben 100-prozentig gefördert. Zudem sind neue Aufträge vergeben worden.

Stollberg.

Hinsichtlich der geplanten Dauerausstellung in der Gedenkstätte im ehemaligen Frauengefängnis Hoheneck rechnet die Stadt Stollberg mit der Eröffnung der Einrichtung Ende 2021. Das hat Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt in der jüngsten Stadtratssitzung gesagt.

Zudem rechnet die Stadt für dieses Jahr noch mit außerplanmäßigen Ausgaben in Höhe von fast 280.000 Euro für die Gedenkstätte. Das haben die Stadträte in besagter Sitzung beschlossen - allerdings unter der Voraussetzung eines Zuwendungsbescheides mit einer 100-prozentigen Förderung des Vorhabens. Dabei rechnet die Stadt mit der einen Hälfte der Summe von der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Die andere Hälfte kommt vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK).

Die Stadt betont, dass die genannten Ausgaben der Maßnahme aber erst nach Abruf der Fördermittel erfolgen, sodass die Stadt finanziell nicht in Vorleistung gehen muss und auch keine Kosten hat.

Hintergrund: Der Bau der Gedenkstätte auf Hoheneck soll insgesamt 1,42 Millionen Euro kosten und wird auf drei Jahresscheiben verteilt. Der Projektträger folgte im Übrigen der Empfehlung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und hat im Sommer 2019 einen Antrag auf Projektförderung im Rahmen der Gedenkstättenförderung beim BKM gestellt. Eine entsprechende Zusage von dort ging mittlerweile laut Angabe der Stadt ein. Die Zusage aus dem zuständigen Ministerium aus Dresden - über diese läuft die Förderkoordinierung - steht aber offenkundig noch aus.

Wenn das Geld eingetroffen ist, verbleiben noch etwa 1,14 Millionen Euro an Kosten für die Gedenkstätte, die zwei verbliebenen Jahresscheiben. Dies werden dann im Doppelhaushalt 2021/2022 veranschlagt, heißt es seitens der Stadtverwaltung.

Unterdessen haben die Stollberger Stadträte auch den Auftrag für die Zimmererarbeiten für die geplante Kultur- und Bildungsstätte im Südflügel an ein Oberwiesenthaler Unternehmen vergeben. Die Baukosten betragen der Beschlussvorlage zufolge 133.000Euro. Im Dachgeschoß des Südflügels sollen Ausstellungsräume für die Abora-Expedition entstehen, im Westflügel wird das Theaterpädagogische Zentrum des Erzgebirgskreises (TPZ) einziehen - ebenso auch die genannte Gedenkstätte.

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