Gelenau fragt: Kann man Nazis integrieren?

Über den Umgang mit einer zur Gemeinderatswahl antretenden Liste ist eine kontroverse Diskussion entbrannt. Dieser Liste gehören auch zwei Vertreter der NPD an.

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2020 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Malleo
    22.05.2019

    black.. und distel
    Ohne persönliche Diffamierung geht es nicht.
    Müssen Sie auch nicht ändern, Hauptsache Sie fühlen sich gut dabei.
    Aber, was kümmert es den Mond, wenn ihn Hunde anbellen?

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    Einspruch
    22.05.2019

    Ich finde die Fragestellung überflüssig, aus folgendem Grund. Man fragt doch auch nicht: Kann man Islamisten integrieren oder zurückgekehrte IS Mitglieder?
    Also in allen drei Fällen, Nazis, Islamisten oder Rückkehrer kann die Antwort doch nur heißen: Nein.
    Weiterhin könnte man noch fragen, kann man Antifa Mitglieder integrieren? Da würde ich auch nein sagen.

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    Nixnuzz
    22.05.2019

    @Hinterfragt: "Offene Frage an Sie: Warum waren diese Leute noch u.a. z.B. noch bis 1990 im Bundestag?" Offene Antwort: Keine Ahnung! Um dort zusein braucht es Wähler und eine Aufgabe. Ob die Wähler in der Mehrheit wussten, was früher war? Schätze das wir heute wohl andere Probleme als diese "Altertums-Forschung"...haben.

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    Hinterfragt
    22.05.2019

    @Nixnuzz; ich will nichts beim Leser erreichen, es war meine Meinung, dass man diese Leute integrieren KANN nicht MUSS und schon HAT!

    Die Überschrift hier lautet:
    "Gelenau fragt: Kann man Nazis integrieren? "
    Und dazu habe ich meine Meinung aufgeschrieben. Punkt

    Offene Frage an Sie: Warum waren diese Leute noch u.a. z.B. noch bis 1990 im Bundestag?

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    Nixnuzz
    22.05.2019

    @Hinterfragt: Dann die offene Frage: Was wollen sie beim Leser erreichen? Welche Richtung wollen sie da auslösen? Sie stellen diese Informationen doch nicht nur des Datums wegen zur disposition?

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    Hinterfragt
    22.05.2019

    @Nixnuzz; Ich will hier gar nichts glorifizieren!

    Diese Leute wurden integriert und das wie unten aufgezeigt, z.B. bis 1990 als Mitglied des Deutschen Bundestages.

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    Nixnuzz
    22.05.2019

    @Hinterfragt: Müssen wir hier u.a. die Rahmenbedingungen und Verunglimpfungen des Ausschwitz-Prozess erneut durchkauen? Weil ein einzelner Staatsanwalt sich gegen die damals braune Mafia in Staat und Verwaltung mit einigen Getreuen gestellt hat, wurde vieles zu manchen Personen unliebsam bekannt. Der letzte wohl demokratische Aufstand im Westen der BRD waren wohl der in den 68er Jahren, die die letzten braunen Strukturen altersbedingt aus der Öffentlichkeit entsorgt haben. Manche mögen dies heute aber immer noch als anstrebenswert und glorifizierenswert halten .....

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    Hinterfragt
    22.05.2019

    "...Es fehlte am Ende des Krieges..."
    @Distelblüte; Verdrängung von Fakten bringt nichts. schauen Sie bei den folgenden 2 Beispielen einfach mal auf die entsprechenden Jahreszahlen!

    1.
    Achenbach, Ernst
    (1909–1991)
    NSDAP 1937–1945
    FDP ab 1950 Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen
    1957–1976 Mitglied des Deutschen Bundestages
    1964–1977 Mitglied des Europaparlaments

    2.
    Ahrens, Karl
    (1924–2015)
    NSDAP ab 1942
    SPD 1969–1990 Mitglied des Deutschen Bundestages,
    1983–1986 Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates

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    Nixnuzz
    22.05.2019

    @Hinterfragt: Das war eine der bittersten Erkenntnisse von K.Adenauer, als er nach Kriegsende das Land zum Funktionieren bringen musste - auf Anordnung der Westalliierten.

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    Freigeist14
    22.05.2019

    Distelblüte@ Na , zu viel "Guido Knopp" geschaut ? Der Adenauer- Staat hat bevorzugt "alte Kameraden " oder im Ausland gesuchte Täter eingestellt und begegnete jüdischen Heimkehrern oder Nazi-Gegnern mit Mißtrauen.. In den 50iger Jahren durften sich Kommunisten ,die mit Berufsverbot belegt wurden ,die Urteilsbegründungen von den selben Richter wie vor Mai 1945 anhören .

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    gelöschter Nutzer
    22.05.2019

    @Hinterfragt: Nein. Dabei bleibt es.
    Adenauer hat schlicht die Leute genommen, die noch da waren, ungeachtet ihrer braunen Vergangenheit.
    Denn in den dreißiger Jahren hatten die Nazis Ärzten, Juristen, Lehrern, Politikern Berufsverbot erteilt, sie aus der Gesellschaft gedrängt, enteignet, rechtlos gemacht, in den Selbstmord getrieben, am Ende deportiert, nur weil sie Juden waren.
    Es fehlte am Ende des Krieges schlicht an unbelasteten Intellektuellen.
    Und ja, die Nazis gerierten sich als die Partei des kleinen Mannes und schürten bewusste Ressentiments gegen jüdische Mitbürger, denn in diesen Familien wurde einer guten/höheren Bildung viel mehr Wert beigemessen als in deutschen Arbeiterfamilien.

  • 2
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    Hinterfragt
    22.05.2019

    @Distelblüte; Sie lenken vom Thema ab.
    Die Frage war Kann man Nazis integrieren?
    Und die Antwort lautet Ja, was die Beispiele beweisen.

    Und gerade, weil es diese Leute waren, die die Braune Zeit Mitgestaltet haben und auch eine entsprechende Schuld daran haben.

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    gelöschter Nutzer
    22.05.2019

    @Hinterfragt. Ich weiß das alles. Auch Adenauers Spruch vom dreckigen Wasser.
    Die Bundesrepublik verdankt der 68er Bewegung, dass die Altlasten von Ärzten, Richtern, Dozenten usw. ins öffentliche Bewusstsein gerückt wurden. Viele Altnazis konnten sich viel zu lange ein sehr komfortables, ungestörtes Leben machen.

    Finden Sie es angesichts dieser historischen Tatsache (die übrigens 50 Jahre und länger her ist) nicht absolut wichtig, dass keine neuen Nazis in die Parlamente einziehen? Deren Gedankengut ist ja nicht neu, die Glatzen und das Proletenoutfit sind auch nicht mehr angesagt, stattdessen funktioniert eine bürgliche, gern auch überintellektuelle Fassade recht gut.
    Ich wundere mich ja immer wieder, dass ältere Menschen, deren Eltern alles noch live miterlebt haben, sich hartnäckig weigern zu erkennen, dass der alte Geist längst nicht tot ist, sondern wieder nach Macht strebt.

  • 2
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    Hinterfragt
    22.05.2019

    @Distelblüte; Sie schreiben ganz unten Nein?!?

    "...Leider verfüge ich nicht über eine Halbbildung...."

    Dann gebe ich Ihnen gerne Nachhilfe:

    "...Die alten Nazis waren in der jungen Bundesrepublik überall: Sie waren in der Justiz, in der Verwaltung, in den Ministerien, an den Universitäten; der Verfassungsschutz war so braun, dass es einen noch heute schüttelt. Kanzler Adenauer erklärte das so: Es handle sich um Leute, "die von früher was verstehen"...."
    Quelle https://www.sueddeutsche.de/politik/altnazis-im-bund-der-vertriebenen-leute-die-von-frueher-was-verstehen-1.1529956

    Oder auch hier:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_t%C3%A4tig_waren

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    gelöschter Nutzer
    22.05.2019

    @Blackadder: Es ist eher der Nazi-Hammer, wenn es von Malleo kommt.
    @Malleo: Ich bin es leid, Ihnen und anderen immer wieder die inhaltlichen Gemeinsamkeiten alter und neuer Rechter aufzuzeigen. Belassen wir es heute dabei, dass es diese Gemeinsamkeiten gibt. Ich bin schließlich nicht die einzige, die darauf hinweist, und das nicht ohne Grund.

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    Lesemuffel
    22.05.2019

    Soweit mir geläufig war, sind die Mitglieder der NPD Nationaldemokraten. Nationalsozialisten sind seit 1945 verboten. Auch sich so verfassungswidrig zu bezeichnen ist nicht erlaubt. Das gilt, wer sich selbst so nennt, aber auch wer diesen Begriff diffamieren für andere anwendet. Auch der Sprachgebrauch sollte nicht so liederlich erfolgen bzw. erlaubt werden.

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    gelöschter Nutzer
    22.05.2019

    @Malleo: Leider verfüge ich nicht über eine Halbbildung.

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    gelöschter Nutzer
    22.05.2019

    Oh Malleo, die Nazikeule-Keule!
    Leider sind die Parallelen zwischen den alten und neuen Nazis zu offensichtlich, als dass man sie einfach so wegwischen könnte. Hier fühlt sich wohl jemand ertappt? Wenn das alte Gedankengut von 1933-1945 so langsam wieder an die Oberfläche kommt, ist es die Pflicht eines jeden Demokraten, das anzuprangern und auch mit den Worten zu benennen, die nötig sind. Dass so etwas hier in Sachsen nicht selbstverständlich ist, ist schlimm genug.

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    Malleo
    22.05.2019

    distel…
    Ihnen ist schon bewusst, was hinter den historischen Nationalsozialisten steht?
    Diktatur, Enteignung, Angriffskrieg, Juden-und Völkermord, homogene, "blutmässig" definierte "Volksgemeinschaft"
    Insofern gibt es unter halbwegs Gebildeten einen Konsens, dass sich Vergleiche mit jenen Nationalsozialisten schlicht verbieten.
    Gehören Sie auch dazu?
    Offensichtlich nicht!

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    gelöschter Nutzer
    22.05.2019

    Nein.
    Bürgermeister Schreiter mag recht damit haben, dass er sich die Kandidaten nciht aussuchen kann. Mit dem Wissen aber, dass zumindest zwei davon ganz offen rechtsradikales Gedankengut vertreten, sollte er sich klarer positionieren.
    Der Rest liegt jetzt bei den Wählern.
    Ich persönlich möchte niemanden im Gemeinderat sitzen sehen, der sich im Schafspelz einer allgemeinen Liste tarnt und später als Wolf entpuppt.