Generalreinigung steht in 20 bis 30 Jahren wieder an

Die Orgel in der Seiffener Bergkirche wird auf Vordermann gebracht. Spätestens Ostern soll sie wieder einsatzbereit sein.

Seiffen.

Die 1873 gebaute Poppe-Orgel der Seiffener Bergkirche ist seit einigen Tagen stumm. Sie erfährt eine Generalreinigung durch die Firma Peiter aus Lengefeld, die über den normalen Frühjahrsputz weit hinaus geht. "Es wird jede der insgesamt 1044 Pfeifen in die Hand genommen, mit Druckluft ausgepustet und mechanisch gereinigt", sagt Pfarrer Michael Harzer. Die mechanische Reinigung wird dabei mit Spezialbürsten vorgenommen. An Tagen mit schönem Wetter geschieht das im Freien.

Die einzelnen Windladen, das sind die Kästen, auf denen die Orgelpfeifen stehen, werden ebenfalls gesäubert und neu abgedichtet. Auch die Mechanik, die die Tasten mit dem Orgelventil verbindet, erfährt eine Auffrischung. Kleinere Beulen, die sich die Orgel während des alljährlichen Stimmens zuziehen kann, werden gleich mit beseitigt. Wie Pfarrer Michael Harzer erklärt, passiert das hin und wieder, weil die Legierung der Pfeifen sehr weich und deshalb enorm empfindlich ist. Das liege wiederum an deren hohem Bleianteil. Sind Teile defekt, werden sie ausgetauscht. "Das sollte bis zur nächsten Generalreinigung bis in etwa 20 oder 30 Jahren ausreichen", hofft Michael Harzer.

Die Hauptursache für die Verschmutzung liegt im Betrieb der Heizung. Die zirkulierende Wärme wirbelt Staub auf. So gelangt er auch in die Orgel. Derzeit sind die Pfeifen auf ihren Bänkchen stehend in der Kirche verteilt. Dazu nehmen sie in erster Linie die obere Empore in Beschlag. So ist der untere Bereich für den Gottesdienst ganz problemlos nutzbar. Lediglich auf die Orgel muss die Gemeinde bis zum Ende der Reinigung verzichten. Das wird noch etwa drei bis vier Wochen dauern. "Spätestens zu Ostern soll sie wieder spielbar sein. Ich gehe aber davon aus, dass das schon früher der Fall sein wird", meint der Pfarrer. Die letzte Generalreinigung liegt 20 Jahre zurück. 1983 ist die Orgel das letzte Mal einer Generalreparatur unterzogen worden.

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