Grauspecht in Kauschwitz: Jetzt droht Gutachter-Schlacht

Plauen müht sich seit 2002 um einen Vorsorgestandort für größere Ansiedlungen. Ein steifer Gegenwind weht aus Brüssel: Naturschutz kontra Industrie.

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44 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Tauchsieder
    01.02.2020

    Nach dem nochmaligen lesen dieses Artikels muss ich noch einmal dagegen halten.
    Welche Qualifikation befähigt den Stadtrat Ingo Eckardt(CDU) solche Aussagen zu tätigen: ... Der Grauspecht gehört übrigens nicht zu den unter strengem Schutz stehenden Arten... - ... doch die Bestände sollen sich erholt haben ... - usw. Hier speziell für Hr. Eckardt eine kleine rechtliche Hilfestellung. Im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie der EU (Richtlinie 2009/147/EG vom 30. November 2009) sind alle europäischen Vogelarten aufgeführt, für deren Schutz besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Für sie werden spezielle Schutzgebiete ausgewählt. Dort wird unter anderem unter dem Punkt Spechtvögel der Grauspecht (Picus canus) aufgeführt. Hier gibt es keine Abwägungsentscheidung, ob gefährdet oder nicht. Diese FFH-Anhangslisten sind umzusetzen, ohne wenn und aber. Warum man gerade auf dem Grauspecht herum spekuliert entzieht sich meiner Kenntnis. Mindestens 15 weitere Arten des Anhang I der FFH-Richtlinien kommen dort vor. Übrigens ist dieses "FFH-Gebiet Syrau-Kauschwitzer Heide" noch speziell als Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

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    0
    Tauchsieder
    31.01.2020

    Man kann auch sagen, die Geschichte könnte sich hier wiederholen. Im Vorfeld des Schwarzbaus "Elsterradweg" bei Adorf machten auch die Naturschutzverbände dem damaligen stellv. Landrat Keil unmissverständlich klar, dass so ein Bau gegen bestehendes Recht verstößt. Das man beim Umsetzen des Vorhabens durch das LRA wahrscheinlich gerichtlich dagegen vorgehen will. Nach beteuern des Vize-LR alle Belange des Umwelt - und Naturschutzes zu beachten, wurde wieder besseren Wissens das Vorhaben ohne Genehmigung umgesetzt. Es kam, wie es kommen musste und das Ergebnis ist für den jetzigen LR Keil mehr wie beschämend.
    Auch hier, in diesem Fall, machen die Verbände Druck und hoffen auf ein Einsehen der Stadt von diesem Standort Abstand zu nehmen.

  • 3
    1
    Lexisdark
    31.01.2020

    Deswegen wird irgendwann auch mal ein Radweg in Sachsen wieder weggerissen. Wer Gesetze ignoriert und einfach baut erlebt ein Desaster. Beschimpft werden zwar andere, zum Beispiel Umweltverbände, aber Kosten entstehen nur für den Steuerzahler.

  • 3
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    Tauchsieder
    31.01.2020

    Da sollte man sich im Vorfeld doch mal mit den Plauener Ornithologen unterhalten. Grauspecht hin oder her. Was hält man denn vom Schwarzstorch, oder vom Kiebitz, von der Korn - oder Rohrweihe usw. All diese Arten sind nach FFH-Richtlinien streng geschützte Vogelarten und bei der UNB kartiert. Sogar das Rebhuhn, eine vom Aussterben bedrohte Vogelart, wurde noch bis Anfang der 2000`er Jahre dort gesichtet.
    Es gibt ein Urteil des Europäischen Gerichtshof die den Behörden den Umgang mit Flächen vorgibt, die zwar im eigentlichen Sinn nicht geschützt sind, die aber unmittelbar an Schutzgebiete grenzen. Dieses Urteil wurde im Rahmen des Baus der Dresdner "Waldschlössschenbrücke" gefällt. Bis zu diesem Urteil wollte die Stadt Dresden dies auch nicht wahr haben, fiel aber vor dem Gericht hinten runter.
    Sollte die Stadt Plauen hier versuchen mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, wird sie wahrscheinlich alle Umweltverbände gegen sich haben. Es ist noch gar nicht so lange her, da holte sich der Landkreis vorm OVG Bautzen ein blaues Auge. Er wollte dies auch nicht wahrhaben, wie mit Schutzgebieten umgegangen werden muss. Warum sollte es nicht auch mal die Stadt Plauen versuchen. Versuch macht klug.