Hainichen hat eigenes Konjunkturpaket

Der Technische Ausschuss der Stadt hat Aufträge im Wert von mehr als einer Million Euro auf den Weg gebracht. Das Geld wird vor allem im Park und im Sportforum investiert. Davon sollen auch lokale Firmen profitieren.

Hainichen.

Fast zeitgleich zum in Berlin für ganz Deutschland beschlossenen Konjunkturpaket sind auch in Hainichen Aufträge vergeben worden, mit denen Bau- und Handwerksbetrieben Umsatz garantiert wird. So hat der Technische Ausschuss des Stadtrats zur Sitzung am Mittwochabend Vergaben im Gesamtwert von gut 1,1 Millionen Euro beschlossen oder befürwortet. Die größeren "Posten" müssen noch vom Stadtrat zur Sitzung am nächsten Mittwoch abgesegnet werden.

Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) sieht in den Entscheidungen mehrere Vorteile: "Viele der auf den Weg gebrachten Aufträge bringen unseren heimischen Handwerksbetrieben Lohn und Brot. Zudem machen sie Hainichen wieder ein Stück attraktiver." So seien gleich mehrere Vergaben bei Firmen in Hainichen selbst und in der unmittelbaren Nachbarschaft verblieben. Investitionsschwerpunkte sind dabei das Sportforum an der Pflaumenallee und der Stadtpark.

Schon längst im Gang sind die Arbeiten zur Umsetzung des Parkpflegekonzepts im Stadtpark der Gellertstadt. Das Gewächshaus für die Stadtgärtnerei ist fertig, die Umzäunung des Wildgeheges soll in den nächsten Tagen abgeschlossen werden. Mit der etwa 87.000 Euro teuren Erneuerung von Entengehege und Vogelvolieren ist nun die Firma BS Hoch- und Tiefbau aus Großschirma beauftragt worden. Beide Vorhaben sollen noch in diesem Jahr beendet werden.

Bis 2021 ist die denkmalgerechte Umgestaltung der Freianlagen und der Freilichtbühne vorgesehen. Den Beschluss zur Vergabe muss aber der Stadtrat treffen. Vorgesehen ist, alle Sitzreihen zu erneuern. Einige wenige Bänke im unteren Bereich sollen weg, um Rollstuhlfahrern Platz zu bieten und eine Tanzfläche zu schaffen. Auch im oberen Bereich wird es künftig einige Sitze weniger geben. Die Treppen zur Bühne sollen erneuert werden. Die geschätzten Kosten liegen bei rund 300.000 Euro, Baubeginn soll im Herbst sein.

Die Erneuerung des Brandschutzes der 1998 errichteten Turnhalle im Sportforum war schon vor Monaten beschlossen worden und wird zum Großteil zu zwei Dritteln gefördert. Einige Maßnahmen lassen sich laut Stadtverwaltung über das Programm Schulinvest nun sogar mit 80 Prozent bezuschussen. In den Sommermonaten erfolgt jetzt der Einbau von Rauchschutztüren, die Sicherung notwendiger Fluchtwege durch neue Decken in den Fluren, eine feuerhemmende Konstruktionen der Lichtschächte, Sicherheitsbeleuchtung mit Batteriezentrale, Brandmeldeanlage und Sprachalarmierungsanlage. "Mit der Umsetzung kann eine Nutzung für Veranstaltungen mit bis zu 800 Personen ermöglicht werden", so Greysinger. "Dies betrifft zum Beispiel das alle zwei Jahre stattfindende Schauturnen des Turnvereins ATV."

Den Trockenbau übernimmt für rund 65.000 Euro die Firma Demmelhuber aus dem Ortsteil Schlegel. Für rund 75.000 Euro werden die Elektroanlagen von der Hainichener Firma EAS Elektro-Anlagen & Service GmbH gebaut. Die Brandmelde- und Sprachalarmanlage soll die Firma Braune aus Oederan für 105.000 Euro bauen. Diese Vergabe obliegt dem Stadtrat. Für die energetische Sanierung im Lehrschwimmbecken wurden weitere Aufträge vergeben: Baumeisterarbeiten (39.000 Euro), Innendämmung (87.000 Euro) und Außenputz (42.000 Euro) gehen alle an die Firma Bau Schulze aus Lichtenau.

Ein Nachtrag von 77.000 Euro wurde für den Umbau von Leichtathletikanlage und Fußballplatz beschlossen. "Bei den Gesamtkosten und auch beim Zeitplan liegen wir immer noch im vorgegebenen Rahmen", versicherte Greysinger. Zusätzliche Arbeiten bei Geländeregulierung, Anzeigetafel und den Traversen sowie das Anlegen eines Notwegs zwischen Sportforum und Kunstrasen hätten diesen Nachtrag erforderlich gemacht. Er wurde von den Stadträten im Ausschuss auch einstimmig akzeptiert.

Eine weitere Vergabe war die Möblierung für den Festsaal "Goldener Löwe" an die Firma Heinze Objektkonzept Dresden für rund 79.000 Euro. Eine Förderung über das Denkmalschutzprogramm ist bei diesem Posten laut Bürgermeister nicht möglich. Im Los enthalten sind unter anderem 320 Holzschalenstühle, 85 Klapptische, 20 klappbare Mittelsäulentische, Utensilien für den Sanitäts- und Wickelraum, die Umkleideräume, die Putzmittel- und Lagerräume und die Künstlergarderobe.

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