Herkunft von Name "De Looch" bleibt ein spannendes Rätsel

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Gleich vier Theorien haben zwei Männer, warum das beschauliche Tal zwischen Gornsdorf und Hormersdorf so heißt

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11 Kommentare

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    gelöschter Nutzer
    04.06.2011

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    vielleicht können Sie meine folgenden Bemerkungen wegen des allgemeinen Interesses, das der Name findet, auch in ihrer Printausgabe veröffentlichen.
    Mit freundlichen Grüßen Volkmar Hellfritzsch

    "Bei diesem Namen sind einige sprachliche Sachverhalte zu beachten:
    1. Es handelt sich um ein Femininum (weibliches Geschlecht). Lohe (Theorie 1) als Gerberlohe ist ursprünglich Neutrum (sächlich) und lautete mittelhochdeutsch: lo mit langem o.
    2. Lohe = Flamme (Theorie 2) war dagegen ursprünglich ein Maskulinum (männlich) und spielt als Bezeichnung für Meilerstätten o. ä. kaum eine Rolle.
    3. Auch das mittelhochdeutsche Wort für 'Lichtung, Wald, Gebüsch' (Theorie 3) war ursprünglich männlichen Geschlechts oder Neutrum: der/das lo(ch), mit langem o.
    4. Das wort La(a)ge (Theorie 4) ergibt kaum einen Sinn. Es ist wohl der Versuch des Kartographen, ein ihm unverständliches Mundartwort irgendwie zu "verhochdeutschen".
    5. In de Looch steckt höchstwahrscheinlich das alte, weit verbreitetes Flurnamen-Wort mittelhochdeutsch die la (langes a) bzw. die lache, heutiges Lache = Pfütze, womit auch das -ch am Namenende eine Erklärung findet. Es hatte vielerlei Bedeutungen und bezeichnete u. a. Wassergräben, Sümpfe, sumpfige Wiesen, oft überschwemmte Flächen, flache Geländevertiefungen usw.
    Das lange a erscheint im Erzgebirgischen als langes o (oo).
    Manchmal kommt es auch zur Vermischung mit dem Wort lache (langes a) = Grenzzeichen, was ich aber für unwahrscheinlich halte.
    Volkmar Hellfritzsch, Stollberg"