Hochwasser: Karte weist auf kritische Punkte hin

In Lichtenberg müssen demnach vor allem Mauern erhöht werden

Lichtenberg.

Die von der Landestalsperrenverwaltung übergebenen Hochwassergefahrenkarten für die Gemeinde Lichtenberg hat Bürgermeisterin Steffi Schädlich im jüngsten Gemeinderat vorgestellt. Bei den Hochwassern 2002 und 2013 war Lichtenberg in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Karten geben Auskunft darüber, welche Gebiete im Falle einer weiteren solchen Katastrophe mit hoher Wahrscheinlichkeit betroffen sind.

Voran schickte Schädlich, dass im Mai 2019 eine sogenannte Lastfahrt auf der Gimmlitz stattgefunden habe. Bei der wurde die Wasserabgabe aus der Talsperre Lichtenberg kontinuierlich erhöht. Somit wurde festgestellt, wie aufnahmefähig das Gewässer bei einem Abfluss von sechs bis neun Quadratmetern pro Sekunde ist. "Es stellten sich drei bis vier Stellen heraus, an denen es kritisch war", so Schädlich. Hier werde in naher Zukunft eine Korrektur folgen. Der Bauauftrag an ein Unternehmen werde in den nächsten Tagen erteilt. In der Regel handelt es sich um Mauererhöhungen. "Die betroffenen Anwohner haben das Verfahren sehr positiv begleitet", betonte Schädlich. Man sei froh gewesen, dass miteinander gesprochen wurde.

Parallel zu diesem Verfahren sind die Hochwassergefahrenkarten erstellt worden. "Wir gehen davon aus, dass es auch in der Realität abbildbar ist", so Schädlich. Doch das sei zunächst Theorie. Die Praxis sehe so aus, dass die Karten bislang lediglich eine Information darstellen und keine Verordnung sind. Dazu müsse erst das Landratsamt die Karten veröffentlichen und Anordnungen verfügen. "Erst dann ist es mir möglich, zu sagen, dass in bestimmten Gebieten nicht gebaut werden darf", sagte Schädlich. "Die Karten sind relativ genau, doch gebe ich zu bedenken, dass jede Veränderung im Bachbett weitere nach sich zieht." Die Hochwassergefahrenkarten sind auf der Internetseite der Gemeinde abrufbar.

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