Hotelpläne in Freiberg: CDU/FDP für Runden Tisch

Stadträte mahnen Dialog zu dem Vorhaben in der Bergstadt an

Freiberg.

Für eine Diskussion der Pläne für ein zehntes Hotel nahe dem Tivoli in Freiberg will die CDU/FDP-Stadtratsfraktion einen Runden Tisch organisieren. Es sei wichtig, dass die größte Ratsfraktion einen Dialog um das große Projekt zur Standort- und Stadtentwicklung in der Kreisstadt anschiebt, erklärte Fraktionschef Steve Ittershagen am gestrigen Donnerstag zur Begründung. Nach dem Urlaub der Stadtspitze hoffe die Fraktion, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen: "Stadtverwaltung, Standortentwickler Saxonia, Tivoli-Betreiber GSM, Freiberger Hoteliers und Räte", sagte der Zuger, der zugleich ehrenamtlicher Vize-Oberbürgermeister ist.

In der Universitätsstadt debattieren Befürworter und Gegner eines Hotelneubaus: Bis Ende 2025 könnte zwischen Tivoli und Parkhaus an der Beethovenstraße ein weiteres Hotel entstehen. Die DBI GmbH, eine Saxonia-Tochter, sucht per Ausschreibung, die bis zum 18. September läuft, einen Investor für den Standort. Die Gesellschaft knüpft ihr Verkaufsangebot an die Verpflichtung zum Bau eines "mindestens 3-Sterne Superior"-Designhotels, für das der Bauantrag bis Ende 2021 zu stellen ist.

Im Für und Wider um Hotelneubau und seine Konsequenzen gebe es eine Diskussion auf unterschiedlichen Ebenen, so Steve Ittershagen: Interessen des Tivoli, von einheimischen Hoteliers und potenziellen Investoren müssten in einem offenen Dialog angesprochen werden: "Ich hätte mir diesen wichtigen Dialog früher gewünscht, ähnlich wie beim Bahnhofsprojekt", fügte der Fraktionschef hinzu und verwies auch auf das Interesse von Bürgern.

Die CDU-/FDP-Fraktion hatte in einem Positionspapier den Schwerpunkt darauf gelegt, den Tivoli-Standort zukunftsfähig zu machen. Die aktuelle Größe sehen die Räte kritisch, weil sie Erfordernissen großer Veranstaltungen nicht genüge. Für ein ansprechendes Umfeld für Künstler, aber auch für mögliche Tagungskapazität brauche es einen modernen, behindertengerechten Eingang, gut zugänglichen Ticketverkauf, Möglichkeiten, Räume flexibel umzugestalten, Parkplätze für Busse, aber auch eine energetische Sanierung der Bausubstanz. (grit)

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