Im Kletterwald geht's wieder aufwärts

Am Himmelfahrtstag hat im Abenteuerpark 860 auf dem Rabenberg die Saison begonnen. Gut ein Viertel der Anlage, die im Januar 2019 große Sturmschäden erlitt, ist neu: 60 Elemente warten auf ihre Bezwinger.

Breitenbrunn.

Der Abenteuerpark 860 auf dem Rabenberg bei Breitenbrunn ist am Himmelfahrtstag nach einem Jahr Pause - bedingt durch einen massiven Sturmschaden im Januar 2019 - in die Saison gestartet, und das unter der Flagge des Sportparks Rabenberg, der jetzt als Betreiber auftritt. Ursprünglich eröffnet wurde der Abenteuerpark, der den Namenszusatz 860 als Bezug zu seiner Höhe über dem Meeresspiegel bekam, 2013 als höchstgelegener Kletterwald in Sachsen.

"Er ist ein wichtiges Element und eine sinnvolle Ergänzung zu unseren anderen Angeboten. Dadurch haben viele Interessenten noch eine weitere Möglichkeit, aktiv zu sein, und das ganz individuell", erklärt Sven Röber, Geschäftsführer des Sportparks Rabenberg. Im Kletterwald gibt es jetzt deutlich mehr Licht als zuvor. Das liegt einfach daran, dass aufgrund der enormen Sturmschäden allein auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Areal circa 50 Bäume entfernt werden mussten. Gut ein Viertel des Abenteuerparks ist neu: 15 neue Plattformen sind entstanden. Der Kletterpark hat in Summe 60 Elemente; es gibt fünf Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen.

Laut Rico Reitzenstein, verantwortlicher Mitarbeiter, wurde unter anderem der Tarzan-Sprung umgebaut: "Der hat es jetzt richtig in sich." Die Herausforderung zu meistern, ist auch eine Kopfsache, denn beim Sprung schaut man ins abschüssige Gelände und bekommt den Eindruck, ins Leere zu springen. Weiterer Nervenkitzel: Es gibt eine 100 Meter lange Seilbahn, auch ein Sprung aus 20 Metern Höhe ist möglich. "Unserer Anlage wird nachgesagt, ein sehr anspruchsvoller Kletterwald zu sein", sagt Reitzenstein.

Der Abenteuerpark hat bisher stark von Hausgästen des Sportparks Rabenberg profitiert. In einem normalen Jahr zählte man zwischen 7000 und 8000 Gästen. Laufkundschaft macht dabei etwa 15 Prozent aus. Auf dem Rabenberg sind aber derzeit, aufgrund der coronabedingten Situation, keine Gruppen untergebracht. So bleiben nur die Tagesgäste. Geöffnet ist seit Himmelfahrt bis zum Sonntag, und auch Pfingsten ist man am Start. Man müsse sich erst einmal anschauen, wie das Ganze läuft, sagt Sven Röber: "Es ist wie ein Blick in die Kristallkugel, man weiß einfach nicht, wie sich alles entwickelt." Dennoch gibt es schon weitere Visionen. Wie Sven Röber erklärt, sei für kommendes Jahr ein Seilbahnparcours im Kletterwald geplant. Hinsichtlich der Corona-Situation hat der Sportpark Rabenberg ein eigenes Schutzkonzept entwickelt, das laufend den amtlichen Verordnungen angepasst wird. Die Krise bekommt der Sportpark heftig zu spüren. Röber: "Wir haben schon jetzt Umsatzverluste von mehr als einer Million Euro."

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.