Jubiläumskonzert nun Nummer kleiner

Am 3. Oktober feiern die Deutschen Wiedervereinigung. Auch in Penig sollte die Vogtland Philharmonie groß aufspielen. Nun wird wegen Corona umgeplant.

Penig.

Es sollte ein Festkonzert geben, ein würdiges zum 30. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung, mit großem Ensemble, so wie es 2010 schon eines in der Stadtkirche gab. Damals führten die Musiker und Sänger der Mittelsächsischen Philharmonie vor mehr als 300 Gästen Ludwig van Beethovens (1770 bis 1827) neunte Sinfonie auf.

Vor gut einem Jahr wurde die Idee zu einer Neuauflage geboren. Längst liefen die Vorbereitungen dazu. Wie bei vielen anderen Veranstaltungen durchkreuzt die Coronapandemie aber auch hier die Pläne. Abstandsgebot und Hygieneregeln lassen ein Konzert in der Form aktuell nicht zu. Wie die Lage im Herbst ist, lässt sich nicht abschätzen. Eine Absage kam allerdings für die Stadt Penig nicht infrage. "Wir wollen den Einwohnern zu diesem freudigen Anlass ein Stück Kultur bieten", erklärt Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt. "Wir haben deshalb umgeplant", fährt sie fort.

Statt der neunten Sinfonie von Beethoven gibt die Vogtland Philharmonie eine Serenade zum Besten. Werke von Antonio Vivaldi (1678 bis 1741) und Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) werden zu hören sein. Statt einem großen Ensemble wird nur ein kleines im Chorraum der Stadtkirche stehen. "Zurzeit können die Musiker ja nicht einmal zu den Proben zusammenkommen", bemerkt Tschök-Engelhardt. "Auch mit dem Gesang ist das so eine Sache." Damit zielt die Stadtsprecherin auf die Einschätzung von Experten ab, die beim Singen von einer erhöhten Infektionsgefahr ausgehen. Denn die Sänger eines Chores stehen normalerweise dicht an dicht. Da der Virus durch eine Tröpfcheninfektion übertragen wird, ist jedoch Abstandhalten das Gebot der Stunde. Da ausreichend Platz in der Kirche ist, können diese Regeln laut Tschök-Engelhardt die Gäste und Künstler problemlos einhalten. (acr)

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