Junger Simson-Fahrer nach wilder Flucht erwischt

Eine Verfolgungsjagd mit der Polizei hat sich in Marienberg ein Mopedfahrer geliefert. Dabei fuhr der Jugendliche über eine gesperrte Bundesstraße und gefährdete Radfahrer. Schließlich stoppte ihn ein Griff aus dem Polizeiauto.

Marienberg.

Ein Griff aus dem Fenster des neben ihm fahrenden Polizeiwagens war es, der die wilde Flucht eines jungen Simson-Fahrers in Marienberg beendete. Laut Polizei hatte zuvor ein 17-Jähriger versucht, vor einer Polizeikontrolle in der Lindenstraße zu flüchten. Der junge Mann ignorierte aber die Anhaltesignale der Polizisten reagierte der Moped-Fahrer, gab Gas und flüchtete über die Straße Mooshaide in Richtung Äußere Wolkensteiner Straße.

Die Beamten setzten sich mit dem Funkstreifenwagen neben das Moped und forderten dessen Fahrer wiederholt lautstark auf, anzuhalten. Erneut gab der Simson-Fahrer Gas, flüchtete weiter über die Äußere Wolkensteiner Straße und weiter auf die B 171, welche derzeit aufgrund von Bauarbeiten gesperrt ist. Trotz Sperrung fuhr der Moped-Fahrer weiter auf der Bundesstraße Richtung Wolkenstein. Dabei stellten die mit Sondersignal folgenden Beamten, die sich unmittelbar dahinter befanden, am eigenen Tacho fest, dass die Simson bergauf mit mindestens 70 km/h unterwegs war. Etwa 200 Meter nach dem Ortsausgang Marienberg überholte der Simson-Fahrer zwei Fahrradfahrer rücksichtslos kurz vor einer Bergkuppe und gefährdete sie dabei.

Nach der Bergkuppe setzte sich der Funkstreifenwagen wieder neben die Simson. Als der junge Mann erneut versuchte, schneller zu fahren, blieb er mit dem Moped-Lenker am rechten Außenspiegel des Streifenwagens hängen. Diesen Moment nutzte der Polizist auf dem Beifahrersitz, beugte sich aus dem geöffneten Fenster und hielt den Simson-Fahrer fest, während der Beamte am Steuer den Streifenwagen anhielt. Der Moped-Fahrer kippte schließlich samt seiner Simson in den Straßengraben, wo er von den Polizisten festgesetzt wurde. Am Moped und am Streifenwagen entstanden Schäden, die noch nicht beziffert sind.

Zu den Gründen seiner waghalsigen Flucht gab der unverletzt gebliebene 17-Jährige an, einen 60-Kubikzentimeter-Zylinder in Verbindung mit einem Sport-Auspuff und einem entsprechenden Vergaser in der Simson verbaut zu haben. Somit war die Betriebserlaubnis des Kleinkraftrades erloschen und es ergab sich der Verdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen den Jugendlichen. Zudem wird gegen ihn wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Das Moped wurde zur Begutachtung sichergestellt. Der 17-Jährige wurde schließlich an seine Eltern übergeben. (em)

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