Junges Egerland bläst zu Comeback nach Corona

Proben sind unter Auflagen wieder erlaubt. Nicht nur deshalb schaut das Blasorchester optimistisch nach vorn.

Bad Brambach.

Musik live vor Publikum zu spielen und damit für viel Freude und Stimmung bei den Zuhörern zu sorgen, dafür ist die Blaskapelle Junges Egerland aus Bad Brambach bekannt. Genauso wie andere Kapellen ist auch sie aufgrund der Coronakrise von Absagen verschiedener Feste und Veranstaltungen betroffen. Der Blick ist dennoch frohen Mutes nach vorn gerichtet - und das aus gutem Grund.

Denn es hat sich in den letzten Wochen einiges im Umfeld der Kapelle getan. Laut Orchesterleiter Michael Schwab konnte mit dem 17-jährigen Brambacher Maximilian Glier am Tenorhorn wieder ein neues Mitglied für die Musikgruppe gewonnen werden. Darüber sei man sehr froh. Denn wenn sich über die Jahre immer wieder neue Musiker finden lassen, sei das für die Zukunft der Kapelle wichtig und auch perspektivisch überlebensnotwendig, so Schwab. Weiterhin wurde in neue Technik investiert. "Wir haben uns ein neues Tonmixgerät angeschafft und hoffen, dass unser Publikum dadurch bald in den Genuss einer neuen Soundqualität kommen kann", so Michael Schwab.

Wann die Technik vor Publikum eingesetzt wird und Maximilian Glier sein Debüt geben kann, steht noch nicht fest. Denn alle Veranstaltungen bis Ende August mit Beteiligung der Kapelle wurden abgesagt. Darunter das Egerländertreffen in Marktredwitz, das Lampionfest in Bad Brambach, die 1. Sternquell Wiesn in Plauen und auch das Landeserntedankfest im Oktober in Oelsnitz. Demnach ist das Veranstaltungsjahr 2020 für die Musiker eigentlich gelaufen. Sie hoffen noch auf drei Auftritte. Das Sommerfest des SV Oberlosa, bei dem die Jungen Egerländer Stammgäste sind, planen die Veranstalter für das erste Septemberwochenende mit Beteiligung der Blaskapelle. Außerdem könnten noch Auftritte im Oktober in der Scheune in Landwüst und im November in der Kunstwandelhalle in Bad Elster folgen.

Bis dahin will Michael Schwab mit seinen 23 Musikern zu alter Form zurückkehren. "Wir konnten jetzt neun Wochen nicht spielen, weder proben noch auftreten. Das ist eine lange Zeit, in der einiges an musikalischer Qualität verloren geht. Die müssen wir uns wieder neu erarbeiten", meint der Orchesterleiter. Deshalb freut er sich besonders, dass er mit seinen Musikern ab Freitag wieder mit den Proben beginnen kann. Diese finden jetzt in der Turnhalle in Bad Brambach statt. "Dort können wir die Abstände einhalten und sind nicht so eng beieinander. Zuvor hatten wir in Absprache mit dem Gesundheitsamt ein eigenes Hygienekonzept erstellt, das uns genehmigt wurde."

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